Mörser und Stößel im Laga-Wald Jörg Spätig schafft Laga-Skulptur in Anlehnung an Dissen

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Wegen Waldbrandgefahr durch Funkenflug beim schweißen, konnte Jörg Spätig die ersten Schritte an seiner Skulptur nicht auf der „Lichtung der Bildhauer“ durchführen. Vor Eintreffen der Skulptur auf der Laga hält er für Interessierte, wie hier für Vera Sprengkamp vom Kunst und Kultur Verein Kuk SOL, Skizzen bereit. Foto: Carolin HlawatschWegen Waldbrandgefahr durch Funkenflug beim schweißen, konnte Jörg Spätig die ersten Schritte an seiner Skulptur nicht auf der „Lichtung der Bildhauer“ durchführen. Vor Eintreffen der Skulptur auf der Laga hält er für Interessierte, wie hier für Vera Sprengkamp vom Kunst und Kultur Verein Kuk SOL, Skizzen bereit. Foto: Carolin Hlawatsch

Bad Iburg. Mit dabei sein, beim kreativen Schaffensprozess eines Künstlers, ihn mit Fragen löchern oder sich einfach inspirieren lassen, das können Besucher der Landesgartenschau in Bad Iburg auf der „Lichtung der Bildhauer“. Sieben Künstler sind dort jeweils zwei Wochen aktiv. Bis Sonntag fertigt Jörg Spätig aus Borgholzhausen vor Ort eine Skulptur mit Bezug zur Stadt Dissen.

Mit seiner Idee und einer dazugehörigen Handskizze für eine Metall-Skulptur die Mörser und Stößel zeigt überzeugte Jörg Spätig den Verein Kunst und Kultur KuK SOL e.V. und die Städte und Gemeinden der ILE-Region Südliches Osnabrücker Land. Sie hatten das Kooperationsprojekt „Lichtung der Bildhauer“ ins Leben gerufen, bei dem Kunstwerke entstehen, die nach der Laga ihren Weg in einen der Südkreis-Orte finden sollen. „Der Mörser, als Handwerksgerät zur Gewürzverarbeitung passt gut zu Dissen, einer Stadt in der es namhafte Gewürzfirmen gibt“, erklärt Jörg Spätig. Doch die Skulptur lasse auch Spielraum für noch ganz andere Interpretation. So stelle sie eine Verbindung zwischen Kunst, Handwerk und Industrie dar. Auch das entspreche Dissen, einem Standort vieler Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie und gleichzeitig Sitz des Kunst- und Kulturvereins. Im Waldkurpark auf dem Laga-Gelände umgeben von alten Buchen und Eschen sehe der Betrachter im Mörser vielleicht eher das archaische Werkzeug, das zurück zu den Wurzeln führe, Einfachheit und Nachhaltigkeit ausdrücke. 


Ab Dienstag, den 14. August können Besucher auf der Laga mit dem Künstler über ihre Interpretationen sprechen. Bis zum 19. August, jeweils von 10 bis zirka 19 Uhr arbeitet Jörg Spätig vor Ort die Feinheiten an seinem Kunstwerk aus. Die dazugehörige Zwischen-Vernissage findet am 19. August um 15 Uhr auf der „Lichtung der Bildhauer“ statt. Vorherige Arbeitsschritte, bei denen geschweißt und geflext wurde, konnten aufgrund der Trockenheit und somit Waldbrandgefahr nicht, wie ursprünglich geplant, im Laga-Wald statt finden. In den nächsten Tagen wird die drei mal drei Meter große und zirka 300 Kilogramm schwere Skulptur aus Spätigs Atelier in Borgholzhausen nach Bad Iburg gebracht. Dort wird der Künstler sie mit Zinkfarbe grundieren und eine Abschlusslackierung mit mattschwarzem Schmiedelack durchführen. 

"Daun-Town" - Kunst in Bettfederfabrik

Das Schmieden erlernte Jörg Spätig mit Anfang 30. Er absolvierte eine Ausbildung zum Kunstschmied bei Christoph Kasper in Halle/Westfalen. „Schon vorher war ich künstlerisch tätig, entschloss mich aber für diese Ausbildung, weil ich insbesondere Stahl für ein interessantes Material halte“, so Spätig. In seinem Atelier in Borgholzhausen sowie als Mitglied der Ateliergemeinschaft „Daun-Town“ nutzt er für seine Kunst inzwischen auch andere formbare, organische Materialien. Gerade kehrte Jörg Spätig zusammen mit fünf „Daun-Town-Kollegen“ von einem Kunstsymposium aus Lettland zurück. Dort dekorierten sie mit sechs lettischen Künstlern, zehn Tage anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag Lettlands, ein Haus an einer Museumsanalge in der Stadt Valmiera.  


Werke Jörg Spätigs, sowie Malerei, Grafik und Skulpturen fünf weiterer Künstler können in der Ateliergemeinschaft „Daun-Town“, in einer ehemaligen Bettfederfabrik in Borgholzhausen bewundert werden. Terminabsprachen für einen Besuch bei Künstlerin Beate Freier-Bongaertz: freier-bongaertz@t-online.de


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