Den Lebensraum Wald kennenlernen Jägerschaft Osnabrück-Land aktiv bei der Laga

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Bad Iburg/Glandorf. Ganz verschiedene Aspekte rund um den Lebensraum Wald vermittelten die Jäger des Glandorfer Hegerings Heide an der Station „Wächter des Waldes“ auf dem Landesgartenschau-Gelände in Bad Iburg. Im Rahmen des Angebots „Grünes Klassenzimmer“ werkelten und beobachteten, lehrten und lernten sie mit 27 Kindern der Grundschule Lienen.

Wie weit kann ein Uhu seinen Kopf drehen, warum hat das Hermelin im Sommer ein braunes und im Winter ein weißes Fell, und was ist der Unterschied zwischen den sich doch so ähnlich sehenden Marderhunden und Waschbären? Diese und viele weitere Fragen rund um die heimische Tierwelt beantwortete Jäger Benedikt Trentmann aus Glandorf an einer der drei Stationen, die die Kinder aufgeteilt in kleinere Gruppen passierten.

Kein Panda-Präparat

Besonders spannend: Fast alle Tierarten unseres Waldes konnten in Form von Präparaten von den Kindern direkt vor Ort genauestens betrachtet werden. „Habt ihr auch einen Pandabären?“, fragte ein achtjähriger Schüler mit neugierigem Blick in das Infomobil der Jägerschaft Osnabrück-Land. Benedikt Trentmann erklärte ihm schmunzelnd: „Der Panda lebt nicht hier bei uns, er kommt in Asien vor.“ Um der leichten Enttäuschung des Schülers etwas entgegenzusetzen, ließ er ihn vorsichtig einen Marderhund streicheln und erklärte, dass es sich bei dieser Art ebenfalls um eine aus Asien stammende Spezies handele. Schon war der Panda vergessen und der Marderhund das neue Lieblingstier.

Nebenan drückte Hegeringleiter Stefan Farwick zusammen mit den Grundschülern verschiedene Hufe in Tonformen. „Ich habe hier eine Reh- und eine Wildschweinspur gelegt“, freute sich eine zehnjährige Teilnehmerin und hielt die Tonform stolz ihrer Klassenlehrerin Wiebke Brinkmann entgegen. Von Stefan Farwick erfuhren die Kinder, welcher Huf- oder Pfotenabdruck zu welchem Tier gehört. Von seinem Jäger-Kollegen Daniel Buller lernten sie mehr über Tiergeräusche, als dieser unter anderem eine Rehstimme auf einem Buchenblatt oder den Ruf des Waldkauzes und der Ringeltaube nachahmte. Auch das Bestimmen von Baumarten oder Informationen zum richtigen Verhalten im Lebensraum Wald standen an dem, für die Kinder aufregenden Vormittag im „Grünen Klassenzimmer“ auf dem Programm. Mehr von der Laga lesen Sie hier.

500 Nistkästen

„An bisher 24 geplanten Terminen sind über 100 Jäger aus unseren zehn Hegeringen ehrenamtlich bei den jeweils eineinhalbstündigen Unterrichtseinheiten als Partner des Laga-Grünes-Klassenzimmer im Einsatz“, erklärte Reinhard Korbel, Vorsitzender der Jägerschaft Osnabrück-Land. Er selbst hatte im Vorfeld zusammen mit weiteren Engagierten 500 hölzerne Nistkästen so weit mit Holzschnitten und Schraublöchern vorbereitet, dass sie später von den Kindern auf der Laga problemlos zusammen gebaut werden können, während sie nebenbei mehr über heimische Singvögel erfahren.

Das Bildungsangebot des Grünen Klassenzimmers richtet sich an alle Schulformen (erste bis 13. Klasse), sowie an Kindergärten und Jugendeinrichtungen. Manchmal seine auch Erwachsenengruppen wie zum Beispiel kürzlich von der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück bei den Jägern zu Gast“, berichtete Korbel. Interessierte Gruppen haben beim „Grünen Klassenzimmer“ die Möglichkeit ein Thema ihrer Wahl zu buchen und sich dabei nicht nur mit dem Bereich Natur, sondern auch mit Gesundheit und Ernährung, Kunst und Kultur sowie Medien und Soziales zu beschäftigen. Weitere Informationen zum „Grünen Klassenzimmer“ der Laga geben Katja Petersmann und Jana Werner: Telefon: 5403/404 816.


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