Die „Blue Monday Blues Jam“ on the road „Blue Monday Blues Jam“ macht Station auf der Laga

Von Rolf Habben

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Die Gitarreros der Monday Blues Jam, von links Jimmy Reiter, Kai Strauss und Ernst-Udo Hartmann. Foto: Rolf HabbenDie Gitarreros der Monday Blues Jam, von links Jimmy Reiter, Kai Strauss und Ernst-Udo Hartmann. Foto: Rolf Habben

Bad Iburg. Im 31. Jahr ihres Bestehens ging die Osnabrücker „Blue Monday Blues Jam“ erstmals „On the Road“. Das Ziel: Die Laga in Bad Iburg.

Was da unter dem Zeltdach der GiroLive-Bühne zelebriert wurde, war durchgängig Blues auf höchstem Niveau. Dafür standen der Saxophonist Tommy Schneller, die Gitarristen Jimmy Reiter und Kai Strauss, alles Abräumer diverser Auszeichnungen, Preise und Awards, Bassist Ernst-Udo Hartmann, Nico Dreier an den Keyboards sowie Alex Lex am Schlagzeug.

Für die Entwicklung der Bluesszene und der Blueskultur in der Region war die vom Osnabrücker Pianisten Chris Rannenberg 1986 im „Pink Piano“ an der Lotter Straße in Osnabrück etablierte „Blue Monday Blues Jam“ der Urknall. 2002 wechselte die Veranstaltung in die Lagerhalle und ist seither Spielstätte deutscher und internationaler Musiker der Bluesszene, der jeden Montagabend die gemeinsame Leidenschaft für den Blues in wechselnden Besetzungen und in verschiedenen Spielarten des Blues in Osnabrück auf die Bühne bringt.

Den Opener in Bad Iburg machte zunächst ein Quartett um den Gitarristen Jimmy Reiter, ehe sich mit Kai Strauß und letztlich mit Tommy Schneller als weiteren Veteranen der „Blue Monday Blues Jam“ das Sextett komplettierte. Es verstand sich, dass „Jammin´ on a Monday night“ als Intro herhalten musste. Spätestens nach „Let me love you babe“ war der Bann gebrochen und die sonntägliche Zurückhaltung verflogen. Reiter war sein jahrelanges Mitwirken als Gitarrist des Washingtoner Harpspielers und Sängers Doug Jay anzumerken. Dem stand sein Partner Kai Strauss an der Leadgitarre um nichts nach. Spektakulär ihr bluesrockiges „The only thing that´s wrong with you is him“.

Hartmann dagegen teilte im Hintergrund agierend das Schicksal fast aller Bassisten. Gleichwohl waren er und Bandkollege Lex am Schlagzeug unüberhörbar die rhythmischen Korsettstangen des Konzerts. Dreier an den Keyboards wusste aber in seinen Soli vor allem in Taj Mahals „Paint my black box blue“ sowie an der Hammondorgel im „Put that bottle down“ zu überzeugen.

Mit Blick auf den leicht malträtierten Rasen beendete „Don´t let the green grass fool you“ in der Zugabe ein erstklassiges Blueskonzert.


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