Neo Soul von Allysa Grace Letztes Konzert im Iburger Casablanca mit US-Sängerin

Von Markus Strothmann

Leise, aber intensive Klänge: Die Neo Soul-Künstlerin Allysa Grace aus Austin, Texas spielte am Freitag das letzte Konzert in der Bad Iburger Kultkneipe Casablanca, beziehungsweise auf der Terrasse derselben. Foto: Markus StrothmannLeise, aber intensive Klänge: Die Neo Soul-Künstlerin Allysa Grace aus Austin, Texas spielte am Freitag das letzte Konzert in der Bad Iburger Kultkneipe Casablanca, beziehungsweise auf der Terrasse derselben. Foto: Markus Strothmann

Bad Iburg. Die Bad Iburger Kultkneipe Casablanca wird gegen Jahresende schließen, wann genau ist noch nicht klar. Mit der Neo Soul-Künstlerin Allysa Grace aus Austin, Texas, ging am Freitag nach rund 35 Jahren das letzte Konzert über die nicht vorhandene Bühne.

Die Gäste saßen plaudernd im Garten, während die Backingband sich schonmal warmspielte. Die Besetzung: Schlagzeug, Bass, Gitarre, Saxofon. Entspannte, jazzige Klänge spielten die vier Musikern, die eine Auswahl an Batik-Shirts und -Hosen in Pastellfarben trugen. In der Mitte, vor dem E-Piano, wartete ein roter Klappstuhl auf Allysa Grace.

Souveränes Programm

Die saß anfangs noch im Publikum, stieß aber bald dazu. Nicht überschwänglich, aber freundlich grüßte sie auf Deutsch, „guten Abend!“, sang und spielte sich souverän durch ihr Programm, überwiegend leise, aber mit Spannung. Vor den Songs gab es je eine kleine Besprechung mit den Musikern: Tempo anzeigen, ein Pattern vorklopfen und los.

Eine absolut souveräne Darbietung, leider streckenweise zur Hintergrundmusik degradiert durch die anhaltenden Gespräche im Garten, die leisere Passagen fast übertönten. Aber statt dagegen anzuspielen, steckten Musiker und Frontfrau einfach die Köpfe zusammen und groovten friedlich vor sich hin.

Zwei Veranstaltungen sind noch geplant

„Eine schöne Gelegenheit, um nochmal bei schönem Wetter zusammenzukommen“, sagte „Casa“-Mitarbeiter Lennard Praed. Wie lange genau die Kneipe noch geöffnet bleiben wird, ist noch nicht sicher, aber einige Veranstaltungen wird es noch geben. Die Lesung „68er Jahre – Protest und Aufbruch in Osnabrück“ mit Heiko Schulze, Kalla Wefel und Reiner Wolf findet am 8. September und ein Lese-Musik-Programm zum 50. Jubiläum von Christian Pradel und Uwe Schiermeyer am 13. September statt.


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