Skateboard-Workshop 24 Kinder nehmen bei LaGa in Bad Iburg Fahrt auf

Von Michael Luttmer

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Bad Iburg. 24 Kinder haben am vergangenen Samstag auf der Landesgartenschau in Bad Iburg ein Fahrtraining der besonderen Art erhalten: Maik Giersch und Marcel Otto von der Organisation „skate-aid“ aus Münster demonstrierten ihnen, wie man auf Skateboards standfest wird und unfallfrei auf Brettern mit vier Rollen vorankommen kann. Anlass der Aktion war der Kindertag.

„Safety first“ hätte der Untertitel dieser „Fahrschule“ lauten können – denn viele, die zu Zufallsbeobachtern spektakulärer Stürze wurden, atmeten nach näherem Hinsehen erleichtert auf: keine Knochenbrüche, nicht einmal Abschürfungen. Und selbst die Waghalsigsten von ihnen, von Zeit zu Zeit vom Board geworfen, standen Sekunden später wieder auf und setzten die Fahrt fort – unverletzt wohlgemerkt. Vor Beginn des Fahrtrainings mit Protektoren und Helmen ausgerüstet, ermahnte sie Trainer Maik Giersch im Laufe des Nachmittags trotzdem immer wieder, bei Abfahrten nicht zu waghalsig zu sein und sich unbedingt an Regeln zu halten. Denn nur wer Fahrkönnen mit Disziplin verbinde, habe das Zeug, erfolgreicher Skateboarder zu werden, sagte er 24 Kindern, die von ihren Eltern für die Veranstaltung am Kindertag angemeldet worden waren.

Skateboards bei Fuß

Lernziel des mehrstündigen Trainings war, den Kindern ein „Grundgefühl“ für das Board zu vermitteln; sie zu ermutigen, sich auf wackeliger-werdendem Untergrund auszubalancieren, um schließlich – bei gewonnenem Stand – Fahrt aufzunehmen. Giersch, selbst passionierter Skater, gab den Kindern, alle zwischen sechs und zwölf Jahre alt, spielerisch Anweisungen, erläuterte die Szenensprache anhand praktischer Beispiele und war sich auch nie zu schade, eingeforderte Übungen vorzumachen. Rollten aber „herrenlose“ Skateboards während kurzer Pausen ebene-abwärts, forderte er die Verursacher dieses Malheurs per Pfiff auf, ihre Fahrzeuge schleunigst bergauf zu schieben und sie dort „bei Fuß“ zu halten.

Den Dreh raus

Nachdem die Kinder das „ABC“ des Skatens gelernt hatten, gingen Giersch und Otto zu Lektionen für Fortgeschrittene über: Nun mussten die Junioren zeigen, ob sie schon geschickt genug waren, sich auf Skateboards um die eigene Achse zu drehen. Zunächst eine Vierteldrehung als Lernabschnitt anvisierend, sollten die Kinder schließlich befähigt werden, ansatzlos eine 180-Grad-Wende auf vier Rollen zustande zu bringen; vielleicht sogar – früher oder später – den Totaldreh zu vollenden. Um die Motivation seiner Schüler zu erhöhen, lobte Giersch einen Preis aus. Und teilte – der Einfachheit halber – die Teilziele nach Uhrzeiten ein. Die Schüler legten los und hatten den Dreh raus – die besten von ihnen landeten bei drei Uhr, was einer Vierteldrehung entsprach. Für andere hingegen war das Drehfestival, das um zwölf Uhr begann, bereits eine Stunde später schon zu Ende.


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