Kein kostenloses Parken im Stadtkern Bad Iburger Verkehrskonzept wird nicht geändert

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Viele Einzelhändler beklagen sich darüber, dass das Parken in der Bad Iburger Innenstadt jetzt etwas kostet. Foto: Jörn MartensViele Einzelhändler beklagen sich darüber, dass das Parken in der Bad Iburger Innenstadt jetzt etwas kostet. Foto: Jörn Martens

Bad Iburg. Am Verkehrskonzept für die Bad Iburger Innenstadt wird bis zum Ende der Landesgartenschau nicht gerüttelt. Das hat der Rat am Donnerstagabend einstimmig entschieden. Die Anträge der BIM und einer Interessengemeinschaft wurden damit abgelehnt.

Die Stadt hatte auf die Entscheidungskraft des Rates zurückgegriffen, um das strittige Thema nicht alleine regeln zu müssen. Die „Übergeordnete Interessengemeinschaft für die Aufhebung der temporären Fußgängerzone während der Laga in Bad Iburg“ wirbt in ihrem Antrag vehement für die Öffnung der City und die Abschaffung der Parkgebühren – zumindest in der ersten Parkstunde.

Der Bad Iburger Marketing-Verein (BIM) fokussiert sich auf die Streichung der Kosten für Kurzparker und die Hoffnung auf ein Ende der Verkehrsberuhigung nach der Laga. Ein Wunsch war beiden Antragstellern schon im Vorfeld erfüllt worden: Die Verkürzung der täglichen Sperrung von Teilen der Schlossstraße und der Großen Straße von 12 bis 18 Uhr auf 14 bis 18 Uhr.

Bürgermeisterin Annette Niermann und Claudia Trentmann aus dem Ordnungsamt erklärten, warum die aktuellen Regelungen ihrer Ansicht nach beibehalten werden sollten. Man erreiche damit folgende Ziele: Effizientes Parken, den Ausgleich von Angebot und Nachfrage an Parkplätzen, die Verringerung der Dauerparker, eine Steigerung der Zufriedenheit bei allen Beteiligten, einen Rückgang der Parkverstöße und nicht zuletzt Einnahmen. Diese seien seit Einführung der Parkgebühren stetig gestiegen, was eine steigende Akzeptanz widerspiegle.

Gefahr der Brötchentaste

Mit der beliebten Brötchentaste, die Kurzzeitparken gratis erlaubt, drohe der Tastendruck in Serie. Das würde wiederum zu Einnahmeverlusten führen, fürchtet die Stadt. Sie hat in das neue Verkehrskonzept 48.000 Euro investiert, allein 17.000 Euro kosten die Parkscheinautomaten für das halbe Jahr Laga-Zeit.

Auch sei es nicht sinnvoll, das Konzept schon nach zwei Monaten umzuwerfen. „Das verunsichert die Besucher“, meinte Niermann. „Deshalb bitte ich Sie um Zustimmung dafür, dass wir das Konzept bis Mitte Oktober beibehalten“, wandte sie sich an den Rat.

Hans Tovar vom Förderverein der Landesgartenschau hatte in der Bürgerfragestunde die Befürchtung geäußert, dass „nach der Laga alles auf Null gestellt wird und die Innenstadt wieder in Schlaf versinkt“. Er fragte nach Plänen für einen Arbeitskreis und eine erneute Bürgerbeteiligung.

Parkring kommt nach der Laga

Auch vermisse der Förderverein die im Dezember beschlossene Beschilderung des Parkrings. Schließlich sei die großräumige Verkehrslenkung ein Hebel, „um die Besucher in die Geschäfte zu bekommen“.

„Wir werden die Bürger wieder einbeziehen“, sagte die Bürgermeisterin. So sei es im Verwaltungsausschuss beschlossen worden. Im August solle beraten werden, wie die Stadt mit den Verkehrsmaßnahmen zur Laga umgeht. Danach könnten auch Haushaltsmittel für diesen Zweck eingestellt werden.

Zum Parkring erklärte Trentmann, dass Kosten und Aufwand vor der Laga finanziell und personell nicht mehr zu stemmen gewesen seien: „Es ging um 45 neue Schilder und ihre Sockel. Das sind immense Kosten.“ Daher habe man das alte Leitsystem überarbeitet und Schilder wieder aufgehängt. Die neue Beschilderung komme nach der Laga. „Dann haben wir durch die Parkeinnahmen auch das Geld.“


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