Stadtentwicklung Bad Iburg Iburg will Bauverpflichtung einführen

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Iburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Um Spekulation mit Grundstücken zu vermeiden, hat der Bad Iburger Stadtentwicklungsausschuss jetzt eine Bauverpflichtung beschlossen. Foto:dpaUm Spekulation mit Grundstücken zu vermeiden, hat der Bad Iburger Stadtentwicklungsausschuss jetzt eine Bauverpflichtung beschlossen. Foto:dpa

Bad Iburg. Um Spekulation mit Grundstücken zu vermeiden, hat der Bad Iburger Stadtentwicklungsausschuss eine Bauverpflichtung beschlossen. Ebenso gaben die Ausschussmitglieder mit einem Beschlussvorschlag grünes Licht für die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden am Bebauungsplan „Nördlich Dahlkamp“.

Dabei geht es um die Erweiterungspläne der Reha-Klinik „Sonnenhof“. In nördlicher Richtung sollen weitere Patientenzimmer, Büroräume und ein Speisesaal entstehen. Vorgesehen ist dafür eine 9000 Quadratmeter große Fläche, teilte Benedikt Epping mit. Der Stadtplaner von der Firma Planungsbüro Hahm in Osnabrück legte dar, dass der Anbau wegen dem nach Norden hin abschüssigen Gelände mit vier Vollgeschossen entstehen könne – ohne höher zu sein als das bereits vorhandene Gebäude.

Kartierungen

Aktuell werden auf dem Grundstück artenschutzrechtliche Kartierungen durchgeführt, die noch bis Herbst andauern. Abgeschlossen ist die Bewertung der bislang noch bewaldeten Fläche. Hier wurde der Faktor mit gut 1 zu 2 angesetzt, erläuterte Epping. Das bedeutet: Die in Anspruch genommene Waldfläche von 9000 Quadratmetern wird andernorts einen fast vollständigen Ausgleich von 16200 Quadratmetern finden. Mehr aus Bad Iburg im Netz

Auf Anregung der Politik präsentierte die Verwaltung in der Sitzung einen Beschlussvorschlag in Sachen Bauverpflichtung. Sie soll künftig Käufer von städtischen Wohnbaugrundstücken konkret verpflichten, innerhalb von zwei Jahren mit dem Bauvorhaben zu beginnen. Die Frist dazu laufe ab der Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrages, heißt es in der Vorlage.

Bau-Zwang

Dieser Bau-Zwang meint nicht nur, innerhalb von zwei Jahren mit der Errichtung von Wohnbauten zu beginnen, sondern das Vorhaben auch in weiteren zwei Jahren zu vollenden. Sonst erhält die Stadt das Recht, das Grundstück zu den alten Verkaufskonditionen zurückzukaufen. Die Bauverpflichtung galt bereits bei den letzten städtischen Baugebieten Eschweg, Auf der Heide und Wilhelm-Westmeyer-Weg.

Mit der Verpflichtung würde bei einer Neuregelung eine rasche Nachverdichtung bewirken und auch dem Grundstückskauf als Spekulationsobjekt einen Riegel vorschieben, erhofft man sich mit dem Beschluss. Der Vorschlag wurde einstimmig an den Verwaltungsausschuss zur Vorberatung weitergeleitet.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN