Singen und Party auf dem Hanseplatz Maifeier in Bad Iburg trotzt drohenden Regenschauern

Von Rolf Habben

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Bad Iburg. Gelebte Brauchtumspflege ist mit dem Errichten eines Maibaums zu Beginn des Wonnemonats Mai allerorten sichtbar, so auch in Bad Iburg. Das traditionelle Aufstellen eines Maibaumes mit bunten Fähnchen und diversen Zeichen der Zünfte und Gilden auf dem Hanseplatz durfte da nicht fehlen.

Dunkle, regenschwangere Wolken hingen über dem Hanseplatz im Kurort und begleiteten als Kulisse die Zeremonie des Maibaumaufstellens und die anschließende Maifeier. Zahlreiche Maigänger konnten gegen die drohenden Regenschauer bei steifer Brise jedoch erfolgreich ansingen und sogar noch die Sonne hervorzaubern. Aus Sicherheitsgründen organisiert das Aufstellen des Maibaums vielerorts zumeist die Feuerwehr. Anders jedoch im Kneipp-Kurort. Hier besorgt das in gekonnter Manier seit 36 Jahren die Fahnenkompanie des Schützenvereins. Dass sie das nicht zum ersten Male verrichtete, war augenscheinlich. Alles klappte auf Anhieb und ohne Kommandos von Kompaniechef Martin Gieseke.

Lyra auf dem Hanseplatz

Der Männergesangverein (MGV) Bad Iburg unter der Leitung von Friedrich Weigel und unterstützt durch ein Akkordeon sorgte für einen entsprechenden Klangteppich aus bekannten Volksliedern, der die zahlreichen Besucher einstimmen konnte. Der Präsident des MGV, Uwe Schäfer, erntete mit seinem Solo in „Sierra Madre del Sur“ dabei besonderen Applaus. Doch auch die Besucher waren gefragt und wurden zum Mitsingen aufgefordert. Zu diesem Anlass weilte auch der Osnabrücker Komponist Justus W. Lyra vor Ort – wenn auch nicht persönlich: Seine Melodie „Der Mai ist gekommen“ als Hymne an den Wonnemonat erfüllte den Hanseplatz. Die Tourist Information hatte in weiser Voraussicht für Textunsichere zuvor die vier Strophen auf Handzetteln verteilt. Im Wettstreit mit dunklen Regenwolken trotzte unverdrossen vielstimmiger Gesang mit „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ dem zeitweiligen Witterungsunbill.

Bürgermeisterin in Spendierhosen

Bürgermeisterin Annette Niermann hatte mit ihren gestifteten 20 Litern Freibier nicht nur großzügige Spendierhosen an. Sie ließ es sich auch nicht nehmen, beim Zapfen des Gerstensaftes bis zum letzten Tropfen selbst Hand anzulegen. Ob es an ihrem Geschick oder an den durstigen Kehlen lag, dass nach gut einer halben Stunde die Quellen versiegten, war nicht zu ermitteln. Das anschließende Rahmenprogramm mit der Vorstellung der 16. Bad Iburger Weinkönigin Christine Schäfer und der zünftigen Maifeier mit DJ Olaf bot mit nostalgischen Oldies und Stimmungsmusik noch beste Unterhaltung bis in die Abendstunden.


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