Von Liturgie bis Oper Benefizkonzert mit Ulla Weller in Bad Iburg

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Sopranistin Ulla Weller sang in der Schlosskirche St. Clemens in Bad Iburg. Foto: Elvira PartonSopranistin Ulla Weller sang in der Schlosskirche St. Clemens in Bad Iburg. Foto: Elvira Parton

Bad Iburg. Lieder und Arien zu „Landluft. Liebe. Liturgie“ begeisterten in der Bad Iburger Schlosskirche St. Clemens für einen guten Zweck: In einem Benefizkonzert zugunsten der „Oase der Begegnung“ auf der Tegelwiese schlugen Sopranistin Ulla Weller und Pianistin Ninel Potaschnik einen Bogen über Genres und Epochen.

Für das Forum „Miteinander pro Region“ dankte Gerd Schöwing den beiden Künstlerinnen, die mit Werken aus mehreren Jahrhunderten einen klangvollen Beitrag zur Realisierung des Projektes leisteten. Der geistlichen Musikliteratur widmete sich das Duo passend zum stilvollen Rahmen der Schlosskirche im ersten Teil seines Konzertes und fand dabei eine ausgewogene Mischung aus immer wieder gern gehörten wie auch wenig bekannten Werken.

Sensible Abstimmung

So entfaltete sich Georges Bizets berühmtes „Agnus Dei“ aus der Suite „L’Arlésienne“ in der Interpretation von Klavier anstelle eines großen Orchesters und Sopran mit andächtiger, zurückhaltender Ruhe. Weit weniger bekannt ist Francesco Durantes 1755 komponiertes Mariengebet „Vergin Tutt’amor“, das gefühlvoll den Kirchenraum einnahm. Rein und klar schwang sich Ulla Wellers Sopran über dem zart perlenden Klavier in Max Regers Wiegenlied „The Virgin’s Song“ auf, das auch außerhalb der Weihnachtszeit mühelos seinen Zauber verbreitete.

Durch alle Jahrhunderte hindurch inspirierte das „Ave Maria“ Komponisten zu außergewöhnlichen Werken. Giulio Caccinis eindringlich-schlichte, von leiser Melancholie erfüllte Komposition erwies sich in der sensiblen Abstimmung von Gesang und Klavier als ein überraschender Höhepunkt des ersten Konzertteils, der mit César Francks „Panis angelicus“ und dem „Lacrimosa“ aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Requiem“ zwei weitere berühmte geistliche Werke bereithielt.

Aus der Welt der Oper

Den Übergang von der Liturgie zu Landluft und Liebe gestaltete Pianistin Ninel Potaschnik mit einer freien, zwischen hauchzarter Empfindsamkeit und virtuos entfesselten Klangkaskaden wechselnden Fantasie über Tomaso Albinonis bekanntem Adagio g-Moll. In die Welt der Oper und des Belcanto entführte Ulla Weller ihre Zuhörer im zweiten Teil des Benefizkonzertes, das mit einigen der beliebtesten Arien der Musikliteratur bezauberte – darunter „Voi che sapete“ aus „Figaros Hochzeit“ von Mozart und Georg Friedrich Händels mit Leichtigkeit umgesetzte Arie „Lacia ch’io pianga“ aus der Oper „Rinaldo“. Mehr aus Bad Iburg im Netz

Sanft und romantisch wie ein Abend am Strand erfreute unterdessen die Romanze aus Bizets „Perlenfischern“. Zu einer strahlenden Liebeserklärung an die Liebe selbst avancierte Franz Léhars „Liebe, du Himmel auf Erden“. Mit anhaltenden Ovationen feierten die Besucher den ebenso kurzweiligen wie niveauvollen Streifzug durch die Musikliteratur. Das Forum lud anschließend noch zu Miteinander und Begegnung ein – ganz im Sinne der „Oase der Begegnung“, deren Realisierung das Konzert unterstützte.


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