Hier kommt die „Laga-Familie“ Die Frohs aus Osnabrück freuen sich auf ein tolles Gartenschaujahr

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Bad Iburg. Gäbe es die Landesgartenschau nicht, dann müsste sie für Antje Froh und ihre Familie erfunden werden. Schon der erste kurze Rundgang über das Gelände in Bad Iburg zeigt: Es ist das perfekte Freizeitvergnügen für die frisch gekürte „Laga-Familie“.

Anfang April hatte die Neue OZ eine Mehrgenerationenfamilie gesucht, die regelmäßig die Landesgartenschau besuchen möchte, um über deren Erlebnisse und Erfahrungen zu berichten. „Wir sind eine Draußen-Familie, radeln gerne durch das Osnabrücker Land und entdecken neue Gegenden“, schrieb Antje Froh in ihrer charmanten Bewerbung, die auf Anhieb die Redaktion überzeugte. Die Laga GmbH spendierte Dauerkarten.

Sieben kleine und große Naturliebhaber und Gartenfreunde gehören der „Laga-Familie“ an: Antje und Olaf Froh, die mit ihren drei Kindern Janne (12), Finje (9) und Tjelle (4) im Osnabrücker Stadtteil Nahne wohnen, außerdem die Großeltern Gisela und Ralf Kohlitz, die in der Kleinstadt Alzenau in Unterfranken zu Hause sind.

Wie fast alle Laga-Besucher werden auch die Frohs bei ihrer ersten Stippvisite in Bad Iburg magisch vom Baumwipfelpfad angezogen – wobei die Kinder zunächst mit Rosalotta herumtollen und unbedingt wissen wollen, ob das Laga-Maskottchen kitzelig ist. Vor allem Tjelle ist ein echter Wirbelwind, rennt Böschungen rauf und runter – und hat selbstverständlich auch als Erster die 158 Stufen bis zur obersten Aussichtsplattform des neuen Baumwipfelpfades erklommen.

Tolle Aussicht vom Baumwipfelpfad zum Schloss

„So hat man Bad Iburg ja noch nie gesehen“, schwärmt Olaf Froh und schaut über den Charlottenseepark zum Schloss. Der 44-Jährige unterrichtet an der Realschule des Kneipp-Kurortes unter anderem Erdkunde und interessiert sich mit fachkundigem Blick insbesondere für die vielen Wissensstationen entlang des Höhenweges. Hier ist jede Menge zu lesen und zu hören, es gibt Ferngläser und Fotos und an einigen Stellen auch Objekte, die Wipfelpfadbesucher anfassen und auf diese Weise im wahrsten Sinne des Wortes begreifen können. Dabei geht es um die Kreidezeit und die Funktionen des Waldes, um Baumarten und Blätter, Fledermäuse und Spechte. Auf der Entdeckungstour bemerkt Janne, dass es fast überall spezielle Erklärungen für Kinder und Erwachsene gibt. Das sei eine großartige Sache. Ihr Bruder Finje bleibt derweil bei den Pilzen stehen. Damit kennt er sich bestens aus, denn er hat schon mal ein Referat über den Hallimasch gemacht, dessen unterirdisches Geflecht riesengroß werden kann.

„Wir freuen uns auf ein tolles Gartenjahr“, sagt die 46-jährige Antje Froh, die Mathe- und Sportlehrerin am Gymnasium Oesede ist und im Sommer jede freie Minute draußen verbringt. Den grünen Daumen hat sie von ihren Eltern geerbt. Dabei sind Gisela und Ralf Kohlitz nicht nur Garten- , sondern auch Gartenschau-Experten. Direkt vor ihrer Haustür in Alzenau fand 2015 die bayrische Laga statt. Die beiden 74-Jährigen hatten damals selbstverständlich Dauerkarten und waren Stammgäste auf dem Gartenschaugelände. In Bad Iburg haben sie den direkten Vergleich im Hinterkopf. Der erste Eindruck jedenfalls ist äußerst positiv. Dass ein echter Wald Teil der Landesgartenschau ist, findet Gisela Kohlitz „total gut“.


Baumwipfelpfad: Der insgesamt fast 600 Meter lange und bis zu 32 Meter hohe Baumwipfelpfad ist die absolute Attraktion der Landesgartenschau in Bad Iburg. Dafür haben die Verantwortlichen außerhalb des Laga-Etats fünf Millionen Euro ausgegeben, 500 Tonnen Stahl und 140 Kubikmeter Holz verbauen lassen. Der Baumwipfelpfad in Bad Iburg ist der neueste und einer von 18 in Deutschland und bleibt nach der Laga selbstverständlich bestehen. Er soll weiterhin Besucher anziehen und dazu beitragen, die touristische Zukunft des Kurortes zu sichern. Dass sich die hohe Investition langfristig lohnen kann, zeigen andere Standorte von Baumwipfelpfaden. Den 2005 im thüringischen Nationalpark Hainich eröffneten Höhenweg haben bis Ende 2017 rund 2,5 Millionen Waldfans besucht. Der knapp zwei Jahre alte Baumwipfelpfad an der Saarschleife bei Orscholz hat die Erwartungen übertroffen. Im ersten Jahr kamen 250 000 Besucher – 50 000 mehr als veranschlagt. Erwachsene zahlen dort 10 Euro Eintritt.

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