Stadtentwicklung Bad Iburg Ausschuss stimmt für neuen Wohnmobil-Stellplatz

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Iburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Dirt-Park, Parkplatz, Wohnmobilstellplatz? Der Stadtentwicklungsausschuss diskutierte über das ehemalige Dirt-Park-Gelände zwischen Freibad und Jugendherberge, der derzeit als Parkplatz benutzt wird. Foto: Archiv/Stefanie AdomeitDirt-Park, Parkplatz, Wohnmobilstellplatz? Der Stadtentwicklungsausschuss diskutierte über das ehemalige Dirt-Park-Gelände zwischen Freibad und Jugendherberge, der derzeit als Parkplatz benutzt wird. Foto: Archiv/Stefanie Adomeit

Bad Iburg. Der Kurort könnte nach der Landesgartenschau einen neuen Stellplatz für Wohnmobile bekommen. Über einen Beschlussvorschlag diskutierte der Stadtentwicklungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Geplanter Standort: Der ehemalige Dirtpark zwischen Freibad und Jugendherberge, der derzeit als Parkplatz benutzt wird.

Vorgesehen für den geplanten Stellplatz ist das städtische Grundstück „Offenes Holz“. Der Parkraum für die motorisierten Camper soll mit den nötigen Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten sowie sanitären Anlagen ausgestattet werden. Auch eine Art Hofladen oder ein Kiosk sind vorgesehen. In Gang gebracht hatte die Überlegungen ein Betreiber, der sein Konzept vorgestellt habe, sagte Bürgermeisterin Annette Niermann. Entschieden ist in dieser Sache noch nichts, da nach den notwendigen Beschlüssen alles noch unter vergaberechtlichen Vorgaben geprüft werden müsse, betonte sie in der Sitzung. ( Weiterleiten: Parkplatz statt Dirtpark – Und was kommt nach der Laga in Bad Iburg?)

Touritische Einrichtungen verbinden

Von Verwaltungsseite erhofft man sich mit der Verpachtung des Platzes eine Verbindung „verschiedener touristischer Einrichtungen“, wie es in der Sachdarstellung heißt. Genannt werden der Baumwipfelpfad, der Kneipp-Wanderweg, die Tegelwiese und das Freibad. Auch von politischer Seite befürwortete man teilweise im Ausschuss das Vorhaben. „Das ist eine gute Entwicklung für die Zukunft Bad Iburgs, weil es sich um eine sehr interessante Zielgruppe handelt“, befand Heinz Ewald Wallenstein (SPD). Skeptisch zeigte sich dagegen Bernhard Heringhaus (Wählergemeinschaft Bad Iburg/Glane). „Mir geht das deutlich zu schnell. Wenn wir da jetzt einen Wohnmobilstellplatz einrichten, hat womöglich ein anderer Investor an der Weiterentwicklung der ehemaligen Jugendherberge kein Interesse mehr.“

Nachnutzung der Jugendherberge

Bürgermeisterin Niermann plädierte dafür, mit der Einrichtung des Wohnmobilstellplatzes eine Vorgabe zu machen, an der sich ein Investor mit der Nachnutzung der Jugendherberge anschließen könne. „Dort geht keine Wohnbebauung, sondern eher eine touristische Nutzung, vielleicht noch Gesundheit, ansonsten sehe ich keine weiteren Möglichkeiten.“

Das kommunale Grundstück westlich der Jugendherberge diente bislang als sogenannter Dirt-Park für Jugendliche. Da die Anlage aber zwischenzeitlich wenig genutzt wurde, entwidmete die Stadt den Park und baute für die Zeit der Landesgartenschau einen Bus-Stellplatz dorthin. Das ergab Proteste der Jugendlichen, denen Bürgermeisterin Niermann daraufhin zweimal Gespräche anbot. „Leider wurden die nicht wahrgenommen, sodass ich alleine dasaß.“ Sie habe aber Kontakt und werde weiterhin das Gespräch suchen. Mittlerweile sei von Seiten der Jugendlichen signalisiert worden, dass nach der Landesgartenschau auch eine kleinere Installation als Dirt-Park entstehen könnte.

Parkplatz mit Verfallsdatum

Der jetzt für die Landesgartenschau eingerichtete Stellplatz an der B51 gegenüber dem Hotel Felsenkeller sei nur von temporärer Natur, teilte Niermann weiter mit. Obwohl es bereits sehr positive Rückmeldungen der Wohnmobilisten verbunden mit dem Wunsch gebe, diesen Platz dauerhaft als Stellplatz einzurichten und mit allen Versorgungs- und Entsorgungsleitungen auszustatten, könne dem von Seiten der Stadt nicht entsprochen werden. Das Grundstück sei nur gepachtet, es weise Altlasten auf und gehöre zum Hotel Felsenkeller, so die Bürgermeisterin. Der ehemalige Stellplatz an der Philipp-Sigismund-Allee musste wegen der Landesgartenschau und die dort entstandenen Blütenterrassen aufgegeben worden.

Jetzt hat der Verwaltungsausschuss das Wort

Der Beschlussvorschlag wurde mit sechs Ja- und zwei Neinstimmen an den Verwaltungsausschuss überwiesen. Dort wird nichtöffentlich weiter beraten. Eine Beschlussfassung zum geplanten Stellplatz soll am 21. Juni in der Stadtratssitzung erfolgen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN