Landesgartenschau für alle Wochenende der Inklusion auf der Laga in Bad Iburg

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Barrierefrei: Gerhard Renzel, Sprecher von „Blinde und Menschen mit Sehbehinderung“, und Petra Mathiske vom Behindertenforum Osnabrück waren ganz begeistert und genossen jeder auf seine Art den Besuch des Baumwipfelpfades in Bad Iburg. Foto: Laga/Claudia SarrazinBarrierefrei: Gerhard Renzel, Sprecher von „Blinde und Menschen mit Sehbehinderung“, und Petra Mathiske vom Behindertenforum Osnabrück waren ganz begeistert und genossen jeder auf seine Art den Besuch des Baumwipfelpfades in Bad Iburg. Foto: Laga/Claudia Sarrazin

Bad Iburg. Unter dem Motto „einander verstehen“ findet am Samstag und Sonntag auf der Laga ein Inklusionswochenende statt. Dabei sollen Menschen mit Handicap und Menschen ohne vordergründige Einschränkungen auf der Landesgartenschau miteinander ins Gespräch kommen. Zudem ist das Thema jeden Dienstag präsent.

Auf der Laga sollen Menschen mit und ohne Behinderungen miteinander ins Gespräch komme. Am Samstagmorgen um 11 Uhr machen die niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Petra Wontorra, die Bad Iburger Bürgermeisterin, Annette Niermann, Walter Plogmann, Georgsmarienhütter Behindertenbeirat-Sprecher, sowie Petra Mathiske vom Behindertenforum Osnabrück und die Laga-Geschäftsführerin Ursula Stecker dafür auf der Girolive-Bühne den Anfang. Um 11.45 Uhr wird dann der Inklusionsparcours zum ersten Mal geöffnet. Ihn können Besucher am Samstag bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 18 Uhr und immer dienstags testen. Auf diesem Pacours können die Besucher mit einem Rollstuhl eine Rampe hochfahren, einen Bürgersteig mit Längs- und Quergefälle passieren und über Sand, Kies und Kopfsteinpflaster fahren. Außerdem gehören dazu: Ein Alterssimulationsanzug, eine Brille, die Augenkrankheiten simuliert, eine Dunkelbrille und ein Blindenlangstock sowie eine Ampel mit Blindenleitsystem.

Ohne Angst verschieden sein

Ebenfalls am Samstag wird um 12.30 Uhr die Wanderausstellung „Ohne Angst verschieden sein“ eröffnet, die auch am Sonntag von 11 bis 18 Uhr zu sehen sein wird. Die Wanderausstellung zeigt das Leben von Menschen mit Behinderungen und den Umgang der Gesellschaft mit ihnen im Wandel der Zeiten. Die vom Niedersächsischen Institut für Historische Regionalforschung zusammen mit den Organisatoren realisierte Ausstellung umfasst den Zeitraum vom Mittelalter über die ersten integrativen Ansätze in den 1970er Jahren bis hin zur aktuellen Frage der Inklusion. Schwerpunkte sind die Verfolgung und Ermordung behinderter Menschen im Nationalsozialismus sowie ihre gesellschaftliche Teilhabe heute.

Inklusion leben

„Bad Iburg ist die einzige Gartenschau, auf der Inklusion in dieser Form gelebt wird“, erklären Gerhard Renzel, Sprecher von „Blinde und Menschen mit Sehbehinderung“ und Mathiske. Inklusion ist in der Tat ein wichtiges Laga-Thema: Immer dienstags finden sich Programmpunkte zum Thema Inklusion im Veranstaltungskalender, die Mathiske und Renzel zum Teil mitorganisieren. „An den Dienstagen werden sich alle Selbsthilfe- und Behindertengruppen hier verorten. Aber auch Hilfsdienste und die Fachstelle Inklusion der Stadt Osnabrück stellen sich vor“, erläutert Mathiske. Ziel sei ein besseres Verständnis von Menschen ohne Behinderung für Menschen mit Behinderung.

Weitgehend barrierefrei

Die Landesgartenschau Bad Iburg ist trotz der bewegten Topografie am Südhang des Teutoburger Waldes weitgehend barrierefrei erschlossen, Besucher können mit (geliehenen) Mobilitätshilfen oder Kinderwagen die Ausstellungsbeiträge gut erreichen. Und auch der Baumwipfelpfad ist über einen Aufzug barrierefrei erreichbar. „Mehr ist bei der Topographie nicht machbar“, erklärte Mathiske. Ziel erreicht: Auch nach der Laga können die Gäste der Kurkliniken im Bogen durchs Grüne in die Altstadt spazieren. Über die Spange mit den Blütenterrassen sind die „Kurgärten“, das zentrale Ausstellungsgelände, nun fußläufig und barrierearm mit Waldkurpark und Charlottenseepark verknüpft. Außerdem sind selbstverständlich die Gastronomieangebote und die sanitären Anlagen der Laga barrierefrei zugänglich.


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