Tag der offenen Tür Iburgs Schlossmuseum mit neuem Konzept

Von Rolf Habben

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Bad Iburg. Mit einem Tag der offenen Tür präsentierte sich das Schlossmuseum auf der Iburg am Sonntagnachmittag nach dreimonatiger Umbauphase mit einer neu gestalteten Dauerausstellung der Öffentlichkeit.

„Damit haben wir unseren Zeitplan eingehalten, noch vor der Eröffnung der Landesgartenschau fertig zu sein“, freut sich der Vorsitzende des Iburger Schlossvereins, Joseph Rottmann. In seinem kurzen Grußwort dankte Rottmann allen Beteiligten am Gelingen des Projekts, dem Kollegium im Vorstand und der Mitgliederversammlung ebenso wie den beteiligten Behörden. Sein Dank ging auch an die bauausführenden Handwerker, denn nicht nur Beschlüsse seien mitgetragen worden, sondern auch die praktische operative Arbeit.

Die beiden Haupträume der neuen Dauerausstellung sind neu konzipiert und zeigen die mehr als tausendjährige Baugeschichte der Iburg und das Leben auf dem Schloss. Das Schlossmodell, das den Zustand der Iburg des 17. Jahrhunderts wiedergibt, ist aufgefrischt und mit Beleuchtungs- und Erklärungsmodulen ergänzt wor-den. Ganz neu ist ein Medientisch, der einen Blick in die umfangreiche Schlossgeschichte vermittelt. Puzzle, Memory und Wühltisch erlauben einen spielerischen Umgang mit der wechselvollen Historie des Schlosses. „Diese Angebote sollen alle Altersgruppen ansprechen“, so die Museumsmacher. Darüber hinaus sind viele Exponate aus der über ein Jahrtausend währenden Schlossgeschichte in den Vitrinen dieses Raumes versammelt. Im zweiten Hauptraum des Museums weht ein Hauch von Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. Hier sind berühmte Schlossbewohner zu erleben. Bischof Benno II, Sophie von der Pfalz mit ihren Kindern oder auch die Äbte, die über viele Jahrzehnte im Kloster gelebt haben, geben sich als lebensgroße Figuren ein Stelldichein. Mit einer Kurzinformation berichten diese Persönlichkeiten über markante Begebenheiten aus ihrem Leben, abzurufen jeweils mittels Ohrmuschel.

Die Dauerausstellungsräume sind in den vergangenen Monaten komplett renoviert worden. Mit frischem Anstrich und der Hervorhebung des ursprünglichen Gemäuers des historischen Gewölbes sind sie ein gelungener Blickfang. Die Investitionskosten von etwa 90000 Euro seien durch Unterstützung der Klosterkammer Hannover, des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück und des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land im Wesentlichen finanziert worden, erläuterte Rottmann. Der Vorsitzende zeigte sich erfreut und überrascht zugleich über den regen Besuch bereits am frühen Nachmittag und hofft auf ähnliche Resonanz auch über die Landesgartenschau hinaus.

Für die Dauer der Landesgartenschau öffnet das Schlossmuseum montags bis freitags von 13 Uhr bis 18 Uhr und samstags sowie sonntags von 11 Uhr bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 2 Euro, ermäßigt sind 1,50 Euro zu entrichten. Die Ermäßigung gilt auch für Besucher der Landesgartenschau.


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