Aus Liebe zur Tradition Glaner Markt mit Feier zum 925. Geburtstag

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Bad Iburg. Gemeinsam feiern und dabei die Gemeinschaft stärken – auch in diesem Jahr strömten die Besucher zum Glaner Markt. Mit vielen Aktionen feierten die Glaner und ihre Besucher die Tradition und den Zusammenhalt des Iburger Ortsteiles. In die Feierlichkeiten war auch das Fest des 925-jährigen Bestehens des Glaner Kirchspiels eingebunden. Höhepunkt der Festwoche war das vergangene Wochenende.

Es begann am Freitag vor fast 1000 Zuschauern mit der beliebten Fundsachenversteigerung. Vom Portemonnaie über Fahrräder und Smartphones bis zu ganzen Koffern samt Inhalt reichte dieses Mal das Spektrum der Versteigerungsobjekte. Sogar für zwei Sack Kartoffeln konnten die Glaner und ihre Gäste bieten. Letztere waren allerdings von niemandem verloren, sondern von einem Glaner Bauern gestiftet worden. Fast 300 kleine Besucher beteiligten sich an einem Ballonwettbewerb.

Am Samstag konnten die Glaner gleich bei drei, von mehreren Vereinen organisierten, Frühstücken in Sentrup, Glane und Ostenfelde die Ortsgemeinschaft genießen.

Danach ging es in den Glaner Ortskern, wo die Glaner Markttrommler mit Bürgermeistern und Ratsmitgliedern eine Parade veranstalteten. Seit Jahrhunderten bilden sie einen festen Bestandteil des Glaner Marktes. Während die Trommler in früheren Zeiten in erster Linie dafür Sorge trugen, bei einem Brand die Menschen aus den Häusern zu rufen, trommeln sie heute den Glaner Markt ein und bringen ihn am Abend wieder zum Abschluss. Dabei scheint zu gelten: einmal Trommler, immer Trommler!

So feierte Josef Wacker in diesem Jahr sein 25. Jubiläum als Trommler. Auch Sohn Stefan tritt bereits in seine Fußstapfen. Im nächsten Jahr wird Karl Brinkmann sogar zum 50. Mal mit seinen Trommelkollegen über den Markt ziehen. „Für uns ist es wichtig, die alten Traditionen weiterzuleben und so dazu beizutragen, dass diese Form von Kulturgut im Bewusstsein erhalten bleibt“, erklärte Bad Iburgs Bürgermeister Drago Jurak.

Einen besonderen Höhepunkt bildeten der Wettstreit um den Wanderpokal „Glaner Dorfbrunnen“ und der Hau-den-Lukas-Wettbewerb, bei dem Glaner Frauen und Männer ihre Kräfte unter Beweis stellten. Beim Hau-den-Lukas sicherten sich bei den Frauen Ute Fehren, Kerstin Hölscher und Daniela Gehrenbeck vom Hofstaat Schützenverein Glane I und bei den Herren Lars Bramlage, Fabian Kampwerth und Patrick Bitter vom Wanderverein Teutoburg Sentrup den Sieg. Den Wanderpokal „Glaner Dorfbrunnen“ errang Stefan Juppe aus Sentrup. Als Gewinner des Wettbewerbs möchte er dem entstehenden Waldlehrpfad des Wandervereins Teutoburg am Schweinekamp einen Wildapfelbaum, dem Baum des Jahres 2013, stiften.

Sportlich maßen sich das Unternehmerteam Anne Poggemann und Hubert Boymann und das Duo aus Bürgermeister Drago Jurak und seinem Stellvertreter Hans-Josef Geesen in der Glaner Wette. Die Teams lieferten sich eine rasante Wettfahrt mit Treckern, die sie mit Geschicklichkeit durch einen Slalomparcours rangieren mussten. Am Ende hieß es: unentschieden. Die Wettschuld, den Frühjahrsputz des Glaner Ortskerns, wollen alle vier im nächsten Jahr gemeinsam mit Helfern stemmen.

Auch Trödelfreunde kamen auf ihre Kosten. Neben professionellen Trödlern gab es an zentraler Stelle auch einen Kinderflohmarkt ohne Standgebühr. Mit Musik und jeder Menge kulinarischer Leckerbissen feierten die Glaner und ihre Gäste bis in den späten Abend hinein. Mit einem 20-minütigen Brillantfeuerwerk endete am Sonntag der Glaner Markt.

Die Glaner waren jedenfalls von ihrem Fest mit doppeltem Anlass begeistert – ihre Gäste ebenfalls. Viele Bürger freuten sich auch, dass viele ehemalige Glaner wegen des Marktes wieder einmal ihre Heimat besuchen. „Es ist einfach schön, alte Bekannte wiederzutreffen“, findet Kerstin Kassen. „Aber natürlich freuen wir uns auch über die vielen Gäste.“


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