Präsident informiert sich 40.000 Euro der Klosterkammer für Schlossmuseum Iburg

Von Andreas Wenk

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awen Bad Iburg. Am 15. April soll das Schlossmuseum wiedereröffnet werden. Die Renovierung ist mittlerweile nahezu abgeschlossen, neue Vitrinen glänzen an den Wänden und werden jetzt nach und nach bestückt. Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, ließ sich von Josef Rottmann, dem Vorsitzenden des Schlossvereins, über den Fortgang der Arbeiten informieren.

Die Klosterkammer unterstützt die Renovierung mit 40.000 Euro. Neues Herzstück des Museums wird ein interaktiver Medientisch mit Puzzle, Memory und Motiverläuterungen sein. Der allein wird 25.000 Euro kosten, hat sich für den Trägerverein aber offenbar gelohnt. Denn, so Biallas, normalerweise unterstützt die Klosterkammer keine Museen, aber das museumspädagogische Konzept sei in diesem Falle ausschlaggebend gewesen. Damit sollen Schüler und Jugendliche angesprochen und Interesse für die Geschichte der Burganlage geweckt werden. Dazu passen auch die sprechenden Portraits bedeutender Persönlichkeiten wie Bischof Benno II. oder Sophie von der Pfalz im zweiten Ausstellungsraum. „Ohne Klimbim geht es heute nicht mehr“, sagte Biallas und wünschte der kurz nach der Wiedereröffnung des Museums startenden Landesgartenschau mehr als die kalkulierten 500.000, vielleicht sogar eine Million Besucher und dass sich möglichst viele davon auch für die Schlossgeschichte interessieren.

Polizeischule

Biallas zeigte sich ebenso aufgeschlossen wie mit dem Schloss vertraut und legte einen vorbereiteten Text gleich nach seiner Ankunft im Museum zur Seite. Bereits als Mitglied des Landtags war er wiederholt in Bad Iburg gewesen und erinnerte an die Zeit, als dort noch die Polizeischule untergebracht war.

Mit einem Augenzwinkern erläuterte Biallas, dass er als Klosterkammer-Präsident gerne dorthin fahre, wo die Klosterkammer investiere und Geld verdiene. Schließlich sollten Tausende von Erbbaunehmern spüren, dass ein Teil der Einnahmen aus den Verträgen wieder in die Region zurückfließt. (Weiterlesen: Schlossgeschichte darstellen – Iburger Schlossverein sucht Exponate für neue Dauerausstellung)

Rottmann dankt

Wie Rottmann am Rande erläuterte, mussten weite Teile der Gemäuer erst einmal wieder freigelegt werden. Allein dafür sei viel Geld erforderlich gewesen. Mit der bevorstehenden Landesgartenschau habe sich die Chance geboten, den Besuchern ein attraktives Informationsangebot zu präsentieren, das auch weit danach noch Bestand habe. Deshalb sei er der Klosterkammer dankbar, dieses Projekt unterstützt zu haben.


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