Arbeiten auf Hochtouren Am Dienstag Start in „Charly’s Kinderparadies“

Von Petra Ropers


Bad Iburg. Die Eröffnung steht noch bevor. Doch die Warteliste für die Krippenplätze ist schon jetzt lang: Nach Ostern krabbeln die ersten Kinder durch „Charly’s Kinderparadies“ in Glane. Bis dahin ist in den Räumen und auf dem Außengelände der neuen Krippe noch einiges zu tun. Leiterin Claudia Ohlmeyer ist jedoch optimistisch: „Alle Arbeiten laufen auf Hochtouren.“

Der Zeitplan war von Anfang an straff: Erst im November vergangenen Jahres begannen die Detailplanungen. Seit Januar wird in und an dem historischen Fachwerkgebäude, das ehemals das Hofcafé Boymann beherbergte, kräftig gewerkelt. Ein Anbau entstand für einen neuen Eingangsbereich, in dem sich bereits die Garderoben-Fächer der Kinder aufreihen. Die Orangerie teilt sich dank eingezogener Wand in ein Büro und einen Bewegungsraum, in dem sich am Dienstag noch Schlafmatten, Bobbycars und unzählige Kisten mit Spiel-, Musik- und Bewegungsmaterial stapelten.

Neues Holz und alte Balken

Auch das historische Hauptgebäude erhielt einige neue Wände. In den beiden Gruppenräumen harmonieren nun warme Farben, ein Boden in stilvoller Holzoptik und das helle Holz des eigens gefertigten Mobiliars mit altem Fachwerk. Dessen dunkle Balken sind mal als Blickfang in Szene gesetzt. Dann wieder fungieren sie als Raumteiler, hinter dem sich bereits die kuschelige Leseecke erahnen lässt. Schräg gegenüber sorgt ein Fenster für Durchblick zur „roten Box“, dem Wickelraum. Auch er erhält eine Ausstattung, die – wie die gesamte Einrichtung – einem Konzept von „Charly’s Kinderparadies“ entspricht.

Ob Wickeltisch, Schlafkojen oder Leseecke: Überall regen demnächst Podeste und kleine Stufen die Kinder an, sich selbstständig ihren Raum zu erobern. Das gilt natürlich auch für den überaus großzügigen Außenbereich, dessen Highlight – zumindest in den Augen der Erwachsenen – die großen Platanen sind. Sie vereinen im Sommer ihre Äste zu einem natürlichen Sonnenschutz. Um sie herum nehmen in diesen Tagen Klettergerüst, Matschtisch mit Schwenkpumpe, Vogelnestschaukel und mehr Gestalt an.

Kistenstapel schrumpfen

„Das ist alles aus Recycling-Material“, betonte Claudia Ohlmeyer, die unermüdlich zwischen den diversen Arbeitsplätzen hin und her wuselte. Ordentlich nebeneinander aufgereiht warteten im Haus noch winzige Toiletten auf ihre Installation. In der großen Wohnküche, in dem demnächst das Frühstück und auch das Mittagessen gemeinsam eingenommen werden, wanderte bereits das Geschirr in die Schränke. Unterdessen schraubte in der Orangerie Hausmeister Waldemar Wolt die Spielschubkarren zusammen: Das vermeintliche Chaos hat System. Und es lichtet sich Zug um Zug.

Das einzigartige Ambiente der neuen Krippe ist unterdessen schon zwischen Kisten und Kartons erkennbar: „Ein Traum“, ist sich Claudia Ohlmeyer mit ihrem Team einig. „Wir freuen uns schon sehr darauf, hier mit den Kindern zu arbeiten.“ Ab Dienstag haben Kinder und Erzieherinnen erst einmal Zeit, sich ein wenig einzugewöhnen. Denn seine offizielle Eröffnung feiert „Charly’s Kinderparadies“ erst im August.