Rat für Idee von Petersmann 20 Wohnmobilplätze mit Blick aufs Bad Iburger Schloss

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Bad Iburg. Manchmal braucht eine gute Idee etwas länger, um durchzudringen. So war es mit Hans-Otto Petersmanns Vorschlag, für die Dauer der Landesgartenschau mitten in der Stadt einen Wohnmobilstellplatz einzurichten.

Jetzt hat der Stadtrat die Idee einstimmig befürwortet. Die Arbeiten auf der Fläche, die die Stadt gegenüber dem Hotel Felsenkeller und südlich der Schlossmühle gepachtet hat, laufen bereits. Viel ist dort allerdings nicht zu tun. Es braucht nur ein bisschen Schotter, Begrenzungen und zwei Schilder, „eines für die Kennzeichnung des Platzes, das andere mit der Platzordnung“, erklärte Petersmann (FDP) seinen Ratskollegen.

Seine Argumente überzeugten: Der Platz liege hervorragend, Innenstadt und Mühlentorzentrum, Restaurants und Innenstadt seien gut erreichbar, schöne Rad- und Wanderstrecken ebenfalls nicht weit. „Zudem kann der Parkplatz über die Bundesstraße 51 von Norden und Süden gut angefahren werden“, sagte Petersmann.

Propan von der Tanke

Lage und Beschaffenheit der Fläche ließen das Parken und Rangieren mit größeren Fahrzeugen bis zu 7,5 Tonnen ohne Weiteres zu. Die Wohnmobilisten versorgten sich selbst mit Strom und Wasser, bei den Tankstellen der Stadt könnten sie Propangas für das Kochen und Heizen kaufen. Und auch der Satellitenempfang der Fernsehsender sei gesichert.

„Wir sind auf die Wohnmobilisten angewiesen“, warb Petersmann für sein Modell. Wer mit dem Womi anreise, wolle entweder die Stadt entdecken oder in der Region Camping machen.

Dauerhaft hier oder woanders

Im Rat stieß die Idee auf einhellige Zustimmung. Matthias Papenbrock (FDP) lobte die gute Innenstadtlage des Platzes. Renate Ralle von den Grünen fand die Idee „prima“, ihr Fraktionskollege Daniel Schneider freute sich, dass die Stadt den Wohnmobilisten ein gutes Angebot machen kann. Er wollte wissen, ob die Fläche kontrolliert wird, damit dort keine Pkw parken. Ja, hieß es von der Stadt.

„Sehr begeistert“ zeigte sich Heinz-Ewald Wallenstein (SPD), auch Christian Averdiek (CDU) befürwortete die Idee. „Nach der Landesgartenschau sollten wir schauen, ob der Platz an dieser Stelle vielleicht auch dauerhaft Sinn macht oder ob es alternative Standorte gibt.“

Dass der Vorschlag von Hans-Otto Petersmann „eine wirklich sehr gute Idee ist“, habe sie erst verkannt, gab Bürgermeisterin Annette Niermann zu. Baurechtlich sei die Anlage unproblematisch „Die Hälfte der Fläche wird geschottert, damit hat es sich.“


Unterwegs im Wohnmobil

Wohnmobile dürfen in Deutschland unbegrenzt lange auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen abgestellt werden, solange sie zugelassen sind. Einschränkungen gibt es für Wohnmobile mit einem Gewicht über 7,5 Tonnen: Diese dürfen innerhalb geschlossener Ortschaften in Wohngebieten und Erholungsgebieten zwischen 22 und 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen nicht parken.

Das Übernachten im Fahrzeug geht über das Parken hinaus und unterliegt anderen Regeln. Es ist erlaubt, eine Nacht (etwa zehn Stunden) im Fahrzeug zu verbringen, allerdings ohne die Markise auszufahren oder Camping-Möbel aufzustellen. Sonst wird aus der gestatteten einmaligen Übernachtung eine genehmigungspflichtige Sondernutzung. Das mehrmalige Übernachten an derselben Stelle, zum Beispiel auf einem öffentlichen Parkplatz, ist ebenfalls solch eine Sondernutzung.

Eine legale Sondernutzung stellt das Übernachten auf Stellplätzen dar. Ein blaues Parkplatzschild mit weißem Reisemobil-Piktogramm kennzeichnet die Plätze, auf denen ausschließlich Wohnmobile parken dürfen. Hier regelt eine ausgehängte Satzung die Dauer des zulässigen Parkens.

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