Klangvolle Besinnung Elternchor des GBI bot Musik zur Passion

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Gemeinsam mit Instrumentalisten und mit Bariton Christian Meyer-Perkhoff lud der Elternchor des Gymnasiums Bad Iburg musikalisch zur Besinnung ein. Foto: Petra RopersGemeinsam mit Instrumentalisten und mit Bariton Christian Meyer-Perkhoff lud der Elternchor des Gymnasiums Bad Iburg musikalisch zur Besinnung ein. Foto: Petra Ropers

Bad Iburg. Eine klangvolle Stunde der Besinnung bot der Elternchor des Gymnasiums Bad Iburg in der Fleckenskirche. Gemeinsam mit Instrumentalisten und mit Bariton Christian Meyer-Perkhoff präsentierte der Chor kontrastreiche Werke zur Passionszeit.

Bereits seit zwölf Jahren bereichert der Elternchor – der ungeachtet seines Namens keineswegs nur aus Eltern von GBI-Schülern besteht – unter der Leitung von Andreas Fuhrer das kulturelle Angebot vor Ort. Ein Konzert zur Passionszeit sei für den Chor dennoch ein Novum, verriet Fuhrer den vielen Musikfreunden, die der Einladung in die Fleckenskirche gefolgt waren. Für sie schlugen Sänger und Instrumentalisten in der folgenden Stunde einen weiten Bogen vom Barock bis zur Moderne und vom Rezitativ bis zum Traditional.

Eindringliche Schlichtheit

Dabei verband sich das niveauvolle Musikprogramm mit nachdenklich stimmenden Texten, ausgesucht von Inga Schmitt. Mit den getragenen, meditativen Klangbildern von Arvo Pärts „Mirror in Mirror“ läuteten Christian Altenhein, Cello, und Harfenistin Lea Gieseke den Abend ein. Der Blick auf Golgatha kam in modernen Harmonien zum Klang der Posaune, gefühlvoll geblasen von Christian Kessen-Albers.

Doch der Elternchor blieb nicht in der Ferne stehen. Mit dem Spiritual „Were you there?“ kam in eindringlicher Einstimmigkeit das Karfreitags-Geschehen jedem Einzelnen ganz nah. Die Bearbeitung des Komponisten und Chorleiters Paul Ernst Ruppel rückte dann in der Umsetzung durch Chor und Bariton Christian Meyer-Perkhoff in der deutschen Übersetzung und mit bewusst gesetzten Dissonanzen der Grausamkeit der Kreuzigung entsprechend ab von trügerisch schönen Klangbild.

Gemeinsam mit den Besuchern

„O Lamm Gottes unschuldig“ zentrierte in der Folge Johann Sebastian Bachs Werk in warmer, reiner Ausdruckskraft die Aufmerksamkeit ganz auf die Person des Gekreuzigten. Seine letzten Worte erfüllten nach Taizé von Instrumentalisten begleitet in berührender Schlichtheit mit „In manus tuas, Pater“ den Kirchenraum. Gleich mehrfach lud der Chor seine Zuhörer ein, in Gesänge aus Taizé mit einzustimmen, bevor Christian Meyer-Perkhoff zur Klavierbegleitung von Christian Kessen-Albers mit Recitativ und Arie aus der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach zurück in die Zeit des Barock führte.

Beinahe rezitativ erklang gleichsam als musikalische Schlussfolgerung auf das Passionsgeschehen das in vertrauensvoller Ruhe fließende „Pater noster“ von Igor Strawinksy. Den emphatischen Höhepunkt hoben sich die Sänger und Instrumentalisten – unter ihnen auch Feline Lennartz an der Querflöte und Pascale Kohlmann am Kontrabass – bis zum Schluss auf: Das bekannte „You raise me up“ verzauberte zu Klavier- und Harfenklängen mit andächtiger Empfindsamkeit.

Der anhaltende Applaus war hochverdient für ein Konzert, das in seiner inhaltlichen Konzeption ebenso überzeugte wie in seiner musikalischen Ausführung.


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