Halali auf der Bühne Heimatverein Glane zeigt „Großwildjagd“

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Gertrud Knittke verwandelt ihr Heim, das ihres Gatten Ernst (Günter von Garrel) und ihrer Tochter Biggi (Theresa Fritsch) in eine Festung.Foto: Anke SchneiderGertrud Knittke verwandelt ihr Heim, das ihres Gatten Ernst (Günter von Garrel) und ihrer Tochter Biggi (Theresa Fritsch) in eine Festung.Foto: Anke Schneider

Bad Iburg. Zum 25. Mal – es war also ein silbernes Jubiläum – hat die Theatergruppe des Heimatvereins ein brillantes Stück aus der Klamottenkiste herausgesucht, das die Zuschauer wieder einmal begeisterte. „Großwildjagd“ heißt es.

Es ist ein lustiges Verwirrspiel von Wilfried Dziallas und Manfred Hinrichs, das den Akteuren wie auf den Leib geschrieben war. Zum ersten Mal führten die Darsteller ihr Stück in Der Deele von Averbecks Hof auf. „Unsere neue Heimat“, wie Ralf Siebe vom Heimatverein sagte. Bisher wurde im Gasthaus Tovar gespielt.

Gefängnis in der Nachbarschaft

Der Raum war proppevoll, die Premiere mit gut 80 Sitzplätzen ausverkauft. Amüsiert beobachteten die Gäste Monika Inding in der Rolle von Gertrud Knittke, die ihr Heim, das ihres Gatten Ernst (Günter von Garrel) und ihrer Tochter Biggi (Theresa Fritsch) in eine Festung verwandelt. Seit es in der direkten Nachbarschaft zum Knittke-Haus ein Gefängnis gibt, hat Gertrud Selbstschussanlagen installiert, Bärenfallen und Fangnetzte aufgestellt und Fallgruben ausgehoben. Von modernen Einbruchssicherung hält sie nichts: „Wer soll denn über eine Lichtschranke stolpern?“, fragt sie sich. Mehr aus Bad Iburg im Netz

Da die geballte Technik ihrem Sicherheitsbedürfnis nicht genüge tut beschließt die resolute Frau, dass ein richtiger Mann ins Haus muss. „Einer mit Waffenschein“, schreibt sie in die Heiratsannonce, die sie für Biggi ohne deren Wissen aufgegeben hat. Was Gertrud und alle anderen nicht wissen ist, das Biggi schon längst einen Verehrer hat. Seit fünf Jahren ist Dr. Thomas Clausen, gespielt von Ralf Siebe, die „Liebe im Untergrund“, wie er sagt. Geheim gehalten hat Biggi ihn ihrem Sohn Falco zu Liebe, der noch immer an seinem Vater hängt.

Heiratsannonce

Biggi sieht in der Heiratsannonce die Chance, ihren Liebsten als Heiratskandidaten in die Familie einzuschmuggeln und die Verbindung damit offiziell zu machen. Clausen wird zum Kaffeetrinken einbestellt. Am gleichen Nachmittag, an dem das Kennenlernen stattfinden soll, bricht aus dem Gefängnis ein Häftling aus. Er schleicht sich in das Haus Knittke, um unauffällige Kleidung zu stehlen. Gertrud hört davon im Radio und bläst zum großen Halali. Stündlich holt sie die Polizei ins Haus. Weil aller guten Dinge drei sind, kommt auch noch Sohn Falco (Tristan Wellmann) unangemeldet aus Hamburg vorbei, und die Katastrophe scheint perfekt. Häftling, Verehrer und heimgekehrter Sohn werden verwechselt und alle verstricken sich in ihr Netz aus Lügen und Geheimnissen.

Wer am Ende wen zur Strecke bringt oder ob sich zum Schluss doch noch alle in den Armen liegen, ob Biggi ihren Gefängnisarzt heiraten darf und der Häftling, gespielt von Michael Schleicher, wieder hinter Gitter muss, soll hier noch nicht verraten werden. Schließlich spielen die Laiendarsteller das Stück noch an drei weiteren Tagen. Einige Restkarten gibt es jedoch nur noch für den kommenden Samstag, 10. März, um 19.30 Uhr. Die Vorstellungen am 11. und am 17. März sind restlos ausverkauft.


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