Kneipp ist auf dem Weg In der Bad Iburger Tegelwiese entsteht ein Bewegungspark

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Bad Iburg. Alle reden vom Wetter, der Bagger nicht: Knapp 50 Tage vor der Laga-Eröffnung haben die Arbeiten auf der Tegelwiese begonnen. Und zumindest für die Baggerarbeiten sind die Minusgrade kein Problem.

Unter dem Motto „Gesunde Stadtentwicklung – Kneipp auf dem Weg“ plant der Förderverein mit Unterstützung der Landesgartenschau-Gesellschaft und der Stadt Bad Iburg in der Tegelwiese nahe der Sebastian-Kneipp-Allee einen Bewegungs- und Aktivitätenpark. „Es war für uns immer ein besonderes Anliegen, auch außerhalb des eigentlichen Gartenschaugeländes im Bereich der Tegelwiese Aktivitäten zu fördern. Jetzt ist es tatsächlich so weit“, freut sich Hagen Sundermann, Vorstand Förderverein beim ersten Spatenstich. ( Weiterlesen: Bewegungsband und Bachlauf für Iburger Tegelwiese)

Was einer nicht schafft ...

„Was einer nicht schafft, schaffen viele“, betonte Thomas Ruff, Vorstandssprecher der Arbeitsgemeinschaft Volksbanken und Raiffeisenbanken im Osnabrücker Land und deren Stiftung. Mit deren Unterstützung und der der Radsportfreunde Teuto-Tour entstehen jetzt in der Tegelwiese ein Mikadowald, eine Trail-Treppe und ein Schaukelgarten.

Eine Raststation als Ziel- und Startpunkt für Wanderungen oder Radtouren in die Umgebung kommt hinzu. Dafür spendeten die Bad Iburger Grünen zwei Sitzbänke. Der Bereich soll in den kommenden Jahren durch Schwebebalken, einen Fitnessgerätepark oder eine Findlingslandschaft zum Klettern weiter aufgewertet werden.

Die Idee für das Projekt entstand bereits im Frühjahr 2017. Der Förderverein hatte den für seine Bewegungsparks bekannten Landschaftsarchitekt Dirk Schelhorn eingeladen. Der warb dafür, dass man zur Bewegung „verführen“ müsse. Mit dem Entwicklungskonzept Tegelwiese / Kolbach wurde aus der Idee ein konkretes Projekt. „Ursula Stecker hat uns sehr unterstützt“, lobt Bentrup das Engagement der Laga außerhalb des Zaunes.

Besonderer Beitrag zur Stadtentwicklung

Für den Förderverein ist der Bewegungspark in der Tegelwiese „ein besonderer Beitrag zur Stadtentwicklung“, so Sundermann. Als Bindeglied zwischen Innenstadt und dem Naherholungsgebiet Dörenberg soll das Bewegungsband Tegelwiese die dortigen Freizeitangebote ergänzen: das Freibad, den geplanten Sportkletterturm, die Jugendherberge, den Mountainbike-Dirtpark, die Wassertretstelle im Kolbach.

„Insgesamt investieren wir hier bereits etwa 90000 Euro“, so Sundermann. „Wir haben bislang Förderzusagen für die Schaukelwelt von bis zu 40000 Euro vom Förderverein, den Mikadowald finanziert die Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Osnabrücker Land mit 30000 Euro und die Trail-Treppe mit Treffpunkt, etwa 15000 Euro, sponsert der Verein Teuto-Tour.“

Drei Wege

Künftig sollen sich drei unterschiedliche, in Nord-Süd-Richtung verlaufende, Bewegungswege ergänzen. Ein Trainingsweg, eine Wegestrecke in leichte Wellen gelegt, ist Trainingsabschnitt für Menschen mit motorischen Einschränkungen, zum anderen aber ein Bewegungsweg für Kinder mit ihren Scootern, Bobbycars, kleinen Rädern und auch zu Fuß.

Mit dem zentralen Sportweg – Wellenweg wird die klassische 50 Meter oder 100 Meter Laufstrecke anders gedacht. Der Weg ist wie eine Laufstrecke schnurgerade aber in Wellen zwischen 30 und etwa 80 Zentimeter Höhe geplant. Ein ständig wechselndes Auf und Ab. Koordination, Reaktion und Motorik werden bei jedem Schritt mit hohem Spaßfaktor gefördert.

Der Übergang zum Naturraum der Tegelwiese am westlichen Rand des Bewegungsbandes erfolgt über den Wasserpfützenweg, ein Naturweg, der sich durch Gräserlandschaften schlängelt und die verschiedenen Bewegungsschwerpunkte verbindet. In regelmäßigen Abständen können sich bei Niederschlägen Pfützen bilden.


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