Reisend den Horizont erweitern GMHütter Jugendliche bereiten sich auf Ramat Hasharon vor

Von Sina-Christin Wilk

Vorfreude auf den Besuch in Ramat Hasharon in Israel: 14 Teilnehmer und 3 Betreuer bereiten sich auf Jugendbegegnung mit Partnerstadt vor. Foto: Sina-Christin WilkVorfreude auf den Besuch in Ramat Hasharon in Israel: 14 Teilnehmer und 3 Betreuer bereiten sich auf Jugendbegegnung mit Partnerstadt vor. Foto: Sina-Christin Wilk

siwi Georgsmarienhütte. Im Rahmen der Jugendbegegnung mit Ramat Hasharon in Israel lernen 14 Teilnehmer zwischen 14 und 17 Jahren im April den Alltag Gleichaltriger kennen und gehen auf eine Entdeckungsreise durch das Land. Am Wochenende traf sich die Gruppe zur Reisevorbereitung.

Seit 1975 verbindet Georgsmarienhütte und Ramat Hasharon in Israel eine der inzwischen ältesten Städtepartnerschaften Deutschlands. Seither schicken beide Städte jedes Jahr eine Delegation zur Jugendbegegnung, die Unterbringung erfolgt in Gastfamilien. Vom 22. März bis zum 3. April steht die Reise der Deutschen nach Israel an, der Gegenbesuch ist für Juli geplant.

Begleitet werden die 14 Jugendlichen von drei Betreuern: Martina Möllenkamp, Jugendpflegerin der Stadt Georgsmarienhütte, ihre Vertreterin Kerstin Steilkamp sowie Volker Beermann als Ehrenamtlicher. Auch Bürgermeister Ansgar Pohlmann will die Gelegenheit nutzen, die israelische Partnerstadt kennenzulernen.

Vorbereitung auf buntes Programm

„Wir möchten mit der Jugendbegegnung die Möglichkeit schaffen, den eigenen Horizont zu erweitern,“ erzählte Möllenkamp. In den Räumlichkeiten der Katholischen Landvolkhochschule in Oesede informierten Vorträge und Filme über den jüdischen Glauben, die Geschichte Israels, die Shoa sowie die Zusammenhänge der drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam.

Auch das Programm wurde vorgestellt. Die Ausflüge unternehmen deutsche und israelische Jugendliche gemeinsam. Erstmals dabei ist ein Besuch im israelischen Parlament, der Knesset. Auch Yad Vashem, die Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem, ist Bestandteil. „Holocaust ist immer ein Thema, die Israelis reagieren sehr offen auf Fragen von Deutschen. Hier treffen zwei unterschiedliche Mentalitäten aufeinander, die aber gut zueinander passen“, sagte Möllenkamp, die die Jugendbegegnung seit 1995 begleitet.

Vorfreude und ein gutes Gefühl

Sie zeigte auf, wie subjektiv das Thema Sicherheit ist: „Als die Anschläge in Paris stattfanden, erreichten uns besorgte Anrufe von Eltern israelischer Teilnehmer – ob eine Reise nach Europa sicher sei.“ Für Sicherheit sei gesorgt: Eine bewaffnete Sicherheitskraft als Begleitung sowie die vorherige Abklärung akuter Risiken gehören zum israelischen Standardprotokoll für Schülerausflüge. „Wir nehmen keine kritische Position zu einer Regierung ein. Wir wollen das Land entdecken“, sagte der 15-jährige Laurenz.

Die Vorfreude ist groß: „Alle, die schon mal da waren, schwärmen von Israel“, begeisterte sich Johanna, 17 Jahre alt. „Das wird richtig gut! Ich freue mich auf diese Erfahrung“, sagte die 15-jährige Christin. Sie freuen sich auf internationale Freundschaften, bessere Kenntnisse der jüdischen Religion – und die Verbesserung der eigenen Englischkenntnisse.