Wanderung durch den Freeden Mit Fackeln unter dem Bad Iburger Sternenhimmel

Wandern im Fackelschein: Die Tour führte über den Kleinen Freeden in Bad Iburg. Foto: Sina-Christin WilkWandern im Fackelschein: Die Tour führte über den Kleinen Freeden in Bad Iburg. Foto: Sina-Christin Wilk

siwi Bad Iburg. Nach zwei Absagen hat es im dritten Anlauf endlich geklappt: Die erste Fackelwanderung des laufenden Jahres in Bad Iburg. In gut zwei Stunden erwanderte die Gruppe den Kleinen Freeden, um den Abend anschließend beim Grünkohlessen im Gasthof zum Freden ausklingen zu lassen.

Wanderführer Silvan Bartel begrüßte um kurz vor 18 Uhr die Teilnehmer der ersten Fackeltour 2018 am Parkplatz des Gasthauses zum Freden. Er eröffnete somit nicht nur die Saison 2018, sondern auch die erste Tour, die die Bergschule Osnabrück nach ihrer Umfirmierung zum Jahresbeginn durchführte. Nach kompakten Erläuterungen zum Vorgehen und Sicherheitshinweisen wurden Fackeln an die Teilnehmer verteilt. Wenig später brach die Gruppe bei Dämmerung und einer Temperatur von knapp unter Null Grad Richtung Wanderrundweg auf. Immerhin: Den ursprünglich sechs Anmeldungen hatten sich spontan vier weitere Personen angeschlossen, die das schöne Wetter nutzen wollten und morgens von der Wanderung in der Zeitung gelesen hatten.

Stärkung in der Georgshütte

Nach einer knappen Stunde gelangte die Gruppe zur Georgshütte, die oberhalb des Haasesees als Schutzhütte dient. Dort gab es zur Pause eine Stärkung. Der Kofferraum seines SUV wurde kurzerhand zur Minibar umfunktioniert, um den Wanderern Kalt- und Heißgetränke, sowie herzhafte und süße Snacks zu reichen. Spätestens am als Minibar zweckentfremdeten Kofferraum kamen die Teilnehmer ins Gespräch miteinander. An einer Fackelwanderung nahmen alle das erste Mal teil. Für Wanderführer Silvan Bartell gehört das zwar längst zur Routine, trotzdem: die Wanderungen stellten die ideale Ergänzung zu seinem Beruf als Wirtschaftsprüfungsassistent dar. „Ich habe mir nach dem Studium überlegt, dass ich gerne mit Menschen in der freien Natur arbeiten möchte. Wandern hat mich schon immer begeistert, und ich hoffe, dass ich diese Leidenschaft auch an andere weitergeben kann.“

Besonderes Erlebnis für alle Teilnehmer

Auf den gut sechs Kilometer bewältigten die Teilnehmer insgesamt auch 90 Höhenmetern rund um den Haasesee. Nicht nur die Kulisse des Großen Freeden bot hier einen beeindruckenden Anblick, sondern auch der sternenklare Himmel. Inmitten des dunklen Waldes, dessen Rundwanderweg nur minimal durch die mitgebrachten Fackeln beleuchtet wurde, ein besonderer Anblick. Immer wieder wurden spontan Pausen eingelegt, um den Himmel zu betrachten und sich über die ein oder andere Anekdote über die Umgebung auszutauschen, wodurch sich alsbald eine angenehme Gruppendynamik einstellte.

Nicht nur Flora und Fauna des Freedens wurden thematisiert, sondern auch Kindheitserlebnisse vor Ort. Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig, dass sich die gemeinsame Fackelwanderung „gelohnt“ habe und man ließ den Abend im Warmen beim Grünkohl ausklingen.