„Jazz in der Schlossmühle“ Greenhouse Jazzband wartet in Iburg mit 37 Stücken auf

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Iburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Bad Iburg. Volles Haus in der Bad Iburger Schlossmühle: Dort begeisterte die Greenhouse Jazzband am Freitagabend mit ihrem beachtliche 37 Songs umfassenden Programm zahlreiche Liebhaber von Swing- und Dixielandklängen.

Eine Mischung aus, wie die Musiker sagten, „alten Bekannten“ und neuen, auch selbst komponierten Stücken, erwartete das Publikum. „In der Schlossmühle geht heute Abend die Post ab“, stimmte Bassist Detlef Siewior den Saal ein, und schon wippten die ersten Beine zu „Swing That Music“ mit. Auf der Bühne stand neben Gründungsmitglied Siewior der Gitarre- und Banjo-Spieler Benedikt Rekers, der ebenfalls von Anfang an mit von der Partie ist. Dietrich Beinecke ließ Saxofon und Klarinette erklingen, Frank Hoge gab am Schlagzeug den Rhythmus vor, Wilhelm Dieme spielte Posaune und Martin Koch Trompete – so weit zum bekannten Sextett aus Stadt und Landkreis Osnabrück. Doch am Freitag überraschten die „Greenhäuser“, wie sie von ihren Fans genannt werden, mit dem Osnabrücker Gastspieler Oleg Schmidt, Berufsmusiker, Musiklehrer und Freund der Band. Er unterstützte mit Saxofon und Klarinette und glänzte mit Soli bei „The Girl from Ipanema“ oder beim „Wild Cat Blues“.

Erinnerungen an 20 Jahre Bandgeschichte

Zwischen ihren Musikdarbietungen blickte die Band, die in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag feiert, auf ihre Geschichte zurück. Besonders im Millenniumsjahr 2000 gab es viel Bewegung in der Besetzung. Der ungarische Vollblutmusiker Csaba Rozinsky stieß damals zur Band, woraufhin Wilhelm Dieme ihm Platz am Schlagzeug machte und zu seinem Lieblingsinstrument, der Posaune griff. 2000 konnten die „Greenhäuser“ zudem den Jazz-Experten Dietrich Beinecke für sich gewinnen, der die Band seitdem auch immer mal wieder mit Eigenkompositionen bereichert. „Wer kann sich noch an unseren guten alten Freund Csaba erinnern?“, fragte Detlef Sewior, und schon schnellten zahlreiche Arme im Publikum in die Höhe. Csaba Rozinsky war 2014 gestorben. Mit seinem Lieblingslied „Creole love call“ erinnerte die Band beim Auftritt am Freitag an ihn.

„Wir finden es toll, dass der Jazz in der Region Osnabrück so über Wasser gehalten wird“, betonten die „Greenhäuser“. Da gebe es den Park Lane Jazzclub Osnabrück, für den sie bereits mehrmals im Blue Note hätten auftreten dürfen, oder auch den legendären Jazzclub in Dissen, auf dessen Bühne sie zweimal eingeheizt hätten. Auch die von der Tourist-Information Bad Iburg veranstaltete Reihe „Jazz in der Schlossmühle“ hat eine langjährige Tradition. Die Greenhouse Jazzband war nun das vierte Mal dabei. Zuvor traten sie 2016 in der Schlossmühle auf.

In diesem Jahr nur zwei Konzerte?

„Aufgrund der Landesgartenschau gibt es in diesem Jahr zunächst nur zwei, der sonst immer sechs Veranstaltungen umfassenden Jazz-Reihe. Im Herbst wird die Reihe dann fortgesetzt“, kündigten Grundrun Heuer und Elisabeth Kolbe von der Tourist-Information an. Am Freitag, 23. März, ab 19 Uhr, wartet als nächstes das Daniel Paterock Trio aus Münster mit Boogie-Woogie und Swing auf Publikum in der Schlossmühle am Charlottenburger Ring 27 in Bad Iburg. Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 7 Euro. Vorverkauf bei der Tourist-Information Bad Iburg, Telefon: 05403/40466.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN