Sorkalla berichtet Iburger Integrationskoordinatorin: Bin für Geflüchtete da

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Das Flüchtlingsheim ist geschlossen, 60 Flüchtlinge leben aktuell in Bad Iburg. Archivfoto: Michael GründelDas Flüchtlingsheim ist geschlossen, 60 Flüchtlinge leben aktuell in Bad Iburg. Archivfoto: Michael Gründel

Bad Iburg. Franziska Sorkalla ist seit dem vergangenen Jahr Bad Iburger Flüchtlingssozialarbeiterin. Im Sozialausschuss stellte sie sich und ihre Arbeit vor.

Erstmals 2017 hat der Landkreis den Kommunen Zuschüsse für die Flüchtlingssozialarbeit gegeben. Mit den 23000 Euro, die Bad Iburg erhalten hat, wurde die Awo beauftragt, die Flüchtlinge in der Stadt zu unterstützen. Die Grünen hatten das Projekt im Sozialausschuss ins Rollen gebracht und beantragt, einen externen Träger mit der Arbeit zu betrauen.

Jetzt hatten die Grünen beantragt, die Tätigkeit von Franziska Sorkalla beizubehalten und auszuweiten: „Der Landkreis gibt wohl wieder Geld für Flüchtlingsarbeit. Damit sollten wir das Stundenkontingent möglichst aufstocken“, regte Renate Ralle an. Allerdings, berichtete Bürgermeisterin Annette Niermann, werde die Summe, die der Landkreis gewährt, erst im Sommer berechnet.

Kämmerin Monika Schnaars schlug deshalb vor, zunächst erneut 20000 Euro in den Haushalt einzustellen. Der Vorschlag fand bei den Ausschussmitgliedern einmütige Zustimmung.

In diplomatischer Mission

Franziska Sorkalla, Mitarbeiterin der Awo, ist Migrationssoziologin und Sozialpädagogin. In Bad Iburg sieht sie sich als Integrationskoordinatorin. In 15 Wochenstunden berät sie Geflüchtete zu ihrem rechtlichen Status, der finanziellen Situation wie der Wohnraumsituation, berichtete sie im Ausschuss. „Aber auch Familien im SGB II (Grundsicherung) brauchen Beratung. Hier geht es vor allem um die Teilhabe an Bildung und Arbeit.“ Eine Beratung, die auch Familien aus Osteuropa nutzten.

Aktuell lebten in Bad Iburg 60 Flüchtlinge, 20 sind Kinder. „Ich bin für Geflüchtete da“, fasste Sorkalla ihre Aufgabe knapp zusammen. Dabei ist sie immer Diplomatin und Vermittlerin zwischen allen Beteiligten und Institutionen.

„Zusammengeruckelt“

Niermann begrüßte Sorkallas Engagement: „Ich bin dankbar, dass es so läuft.“ Es läuft auch deshalb, weil sich Sorkalla und der Arbeitskreis Asyl, der ihre Aufgabe ebenfalls gerne übernommen hätte, zusammengeruckelt hätten, so Niermann.

Helmut Buschmeyer vom Arbeitskreis Asyl bedankte sich bei Sorkalla und der Stadt, verband den Dank aber mit dem Appell, weiter aktiv zu bleiben: „Es gibt viel zu tun. Das Problem Nummer eins ist die Wohnungsnot.“


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