Touristik will Agentur buchen Bad Iburg: Jährlich 15000 Euro für Kurortanerkennung?

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Mit Wassertreten im Kneipp-Erlebnispark ist es für eine Zertifizierung als Kneippkurort nicht getan. Die Touristik will deshalb externe Sachkenntnis einkaufen. Foto: Rolf HabbenMit Wassertreten im Kneipp-Erlebnispark ist es für eine Zertifizierung als Kneippkurort nicht getan. Die Touristik will deshalb externe Sachkenntnis einkaufen. Foto: Rolf Habben

Bad Iburg. Bad Iburg möchte Kneippkurort bleiben. Dafür muss die Stadt im Jahr 2021 rezertifiziert werden. 15000 Euro will man sich das bis dahin jedes Jahr kosten lassen. Wofür das Geld genau gebraucht wird, wollte im Fachausschuss Christian Barthold wissen.

Schon vor der Behandlung des Themas Zertifizierung hatte WBG-Mitglied Barthold gefordert, die freiwilligen Leistungen durch die Stadt zumindest um anderthalb bis zwei Prozent zu kürzen, denn „wir müssen sparen. Es ist aber nicht sinnvoll, über jede Ausgabe einzeln zu diskutieren“.

Auch die Werbungskosten für den Kurort könnten reduziert werden, da müsse die Touristik Verständnis zeigen, forderte Christian Barthold und erkundigt sich: „Was steckt hinter dem Stichwort ‚Vorbereitung Kurort-Anerkennung‘?“

Touristik-Chefin Anna-Magdalena Bilski gab Auskunft: „Das sind die Kosten für die Beratung durch eine Agentur, die einem sagt, was zu tun ist für die Kurort-Anerkennung. Diese Beratung in Anspruch zu nehmen wird wärmstens empfohlen.“ „Das heißt, dass wir diese Summe bis 2021 jährlich neu bezahlen sollen“, folgerte Barthold.

„Damit wir uns gut vorbereitet fühlen“

„Das ist der Ansatz, den wir ausschöpfen können, damit wir uns gut vorbereitet fühlen“, erklärte Bilski. „Wir wollen nicht zu viel buchen.“ Für Barthold noch keine überzeugende Begründung: „Bad Iburg hat kein Geld, was ausgegeben wird, muss sinnvoll ausgegeben werden“, forderte er erneut.

Sein Antrag, die freiwilligen Leistungen pauschal bis zu zwei Prozent abzusenken, soll nun auf Empfehlung von Kämmerin Monika Schnaars im Verwaltungsausschuss beraten werden. Sie betonte: „Wir sind nicht zu einem Haushaltssicherungskonzept verpflichtet, aber wir wollen Altschulden abbauen.“ Bürgermeisterin Annette Niermann hielt auch eine Verringerung um zehn Prozent für diskussionswürdig.


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