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Pfannkuchenessen auf dem Averbecks Hof Damit der Jakobus-Kirchturm in Bad Iburg weiter leuchtet

Von Monika Vollmer | 17.09.2018, 12:35 Uhr

Der Heimatverein Glane hat am Sonntag zum traditionellen Pfannkuchenessen eingeladen. Bereits zum 10.Mal fand die Veranstaltung auf dem Hof Averbecks statt und der Erlös soll wie die Jahre zuvor dafür verwendet werden, dass der Kirchturm der St.-Jakobus-Kirche leuchtet.

Kartoffelpuffer auf dem Hof Averbeck oder Sonntagsbraten zuhause? Vor diese Alternative gestellt, wählten die zahlreichen Besucher die vegetarische Variante und zogen die Kartoffelpuffer vor. Schon vor der offiziellen Eröffnung warteten zahlreiche Besucher in einer Schlange eingereiht auf die knusprig gebratenen Reibekuchen. 

Bereits am Vortag hatten zwölf Vereinsmitglieder säckeweise vorwiegend festkochende Kartoffeln geschält und gerieben, die Masse mit 220 Eiern, Zwiebeln, Salz und Haferflocken vermischt. "Insgesamt 200 Liter Kartoffelpuffermasse wurden auf 20 Eimer verteilt“, berichtete Agnes Wiemann, Vorsitzende des Heimatvereins.

Doppeljubiläum: 20. Geburtstag Heimatmuseum und 10. Mal Pfannkuchenessen

Auch wenn das Gericht eigentlich eine Beilage ist, waren die Besucher glücklich, wenn nichts anderes als ein großer Stapel Kartoffelpuffer mit Apfelkompott auf dem Teller war. Die Köche an den sechs großen Fettwannen arbeiteten Sonntag jedenfalls im Akkord- und selbst Rosalotta, das Maskottchen der Laga, ließ sich das Jubiläums- Pfannkuchenessen nicht entgehen.

Seit 1998 gibt es das heimatkundliche Museum in Averbecks Speicher; der Heimatverein feierte diesmal also ein Doppeljubiläum. Der Erlös der Veranstaltung soll, wie bereits in den vergangenen Jahren auch, für Strom- und Reparaturkosten der Kirchbeleuchtung der St.- Jakobus-Kirche verwendet werden. „Der Heimatverein sorgte vor etlichen Jahren für die Beleuchtung des Kirchturms und übernahm auch die anfallenden Stromkosten. „Es ist uns ein Anliegen, diese Tradition fortzusetzen“, so die Vorsitzende des 320 Mitglieder umfassenden Heimatvereins. Dass dies seit zehn Jahren gelingt, sei nur durch den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer vor und nach dem Fest möglich sowie der Spender für Kartoffeln, Kaffee und Kuchen.

Ausstellung noch bis 14.Oktober

Im Erdgeschoss des Speichers können Besucher noch bis zum 14. Oktober eine Sonderausstellung mit Faksimiles von Maria Sibylla Merian (1647-1717) bewundern. Die Naturforscherin und Künstlerin gilt bis heute wegen ihrer genauen Beobachtungen und Darstellungen zur Metamorphose der Schmetterlinge als wichtige Wegbereiterin der modernen Entomologie (Insektenkunde).