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Volleyball: Zweiter Satz Knackpunkt Lintorfer bieten dem Herbstmeister die Stirn

Von PM. | 21.12.2014, 17:07 Uhr

Von den Sätzen her deutlich, aber vom Spielverlauf her deutlich knapper als erwartet haben die Lintorfer Drittligavolleyballer ihr letztes Spiel im Jahr 2014 mit 0:3 (22:25, 22:25, 16:25) gegen den damit feststehenden Herbstmeister PTSV Aachen verloren.

„0:3 sieht immer so bitter aus“, meinte Stephan Massmann nach dem Spiel in der Kabine und ärgerte sich darüber, dass für den VfL trotz einer guten Vorstellung nichts Zählbares heraussprang. Dabei war in den ersten beiden Sätzen vom Klassenunterschied des Ersten gegen den Letzten nicht viel zu sehen. Vor allem im zweiten Satz forderte Lintorf den vermeintlichen Goliath immer wieder heraus und hätte beinahe für den Satzausgleich gesorgt.

Bis zum Ende des zweiten Satzes war es ein Spiel auf Augenhöhe. Vor allem im Angriff zeigten sich die Lintorfer wesentlich stärker als zuletzt. Insbesondere die Außenangreifer Henrik Kollweier und Stephan Massmann konnten sich immer wieder durchsetzen. Und auch im Block fischten sich die Lintorfer des Öfteren die Angriffe der körperlich überlegenen Gäste.

Dabei begann die Partie für den VfL wenig vielversprechend. Die deutlich konsequenteren Aachener führten schnell mit vier Punkten. Nach den Startschwierigkeiten mit einigen Aufschlagfehlern rehabilitierte sich das Lintorfer Team und zeigte fortan eine ansehnliche und kämpferische Vorstellung. Oliver Grote, der eigentlich als Coach an der Linie steht, gab dieses Mal auf dem Feld den Takt an. Als Zuspieler ersetzte er Damian Jonczynski und Patrick Truschkowski. Das merkten vor allem die Mittelangreifer Matthias Engel und Steffen Dirks, die überdurchschnittlich viele Bälle bekamen. Doch trotz der deutlichen Leistungssteigerung konnte der VfL den Abstand nicht mehr verkürzen und verlor den ersten Satz mit 22:25.

So ausgeglichen wie der erste Satz endete, ging es im zweiten weiter. Keines der beiden Teams konnte sich mit mehr als einem Punkt absetzen. Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Vor allem im Angriff setzten sich die Lintorfer des Öfteren sehenswert durch. Dank dieser Stärke führten die Lintorfer in der Schlussphase mit 22:19 und waren einem fast unmöglich geglaubten Satzausgleich nahe. Doch nach einer Auszeit der Gäste fanden diese wieder zurück ins Spiel, während die Lintorfer fast wie gelähmt wirken angesichts der sich bietenden Chance. Und so machten die Aachener gleich sechs Punkte am Stück und gewannen auch den zweiten Satz mit 25:22.

Von diesem Rückschlag erholte sich der VfL im dritten Satz nicht mehr. Hinzu kam, dass Libero Mark Truschkowski angeschlagen aufgeben musste und die Lintorfer dadurch ihren Annahmeriegel umzustellen hatten. Die Aachener zogen ihr wenig spektakuläres, aber überaus effektives Spiel durch und gewannen den letzten Durchgang deutlich und verdient mit 25:16.

Trotz der erneuten Niederlage ist Oliver Grote nach wie vor zuversichtlich und genießt den Rückhalt der Mannschaft und des Vereins. „Der Punkte- und Tabellenstand spiegelt nicht unser Potenzial und unsere Leistung wider. Ich bin guter Dinge, dass wir in der Rückrunde noch viele Punkte holen werden!“ Helfen dürfte dabei, dass der VfL einen Großteil seiner Spiele, und vor allem die gegen die direkte Konkurrenz, vor eigenen Publikum auszutragen hat.

Der Auftakt zur Rückrunde ist am 10. Januar in eigener Halle. Zu Gast ist dann der Vize-Herbstmeister Tecklenburger Land Volleys. Vielleicht werden die Lintorfer dann ja für ihre Leistung mit Zählbarem belohnt.

Für den VfL im Einsatz waren: Dennis Latzel, Stephan Massmann, Henrik Kollweier, Yannick Hamker, Oliver Grote, Jens Bösmann, Mark Truschkowski, Andreas Kowert, Matthias Engel, Erik Knettermeier, Steffen Dirks