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Veranstaltung auf dem Kirchplatz Culinaria ist ein Aushängeschild für Bad Essen

Von Christa Bechtel | 18.06.2018, 12:59 Uhr

Schlemmen, Livemusik und das stilvolle Ambiente der malerischen Fachwerkhäuser am Kirchplatz genießen oder sich in netten Gesprächen austauschen und dabei Prosecco, Wein, Bier… trinken: Das ist die „Culinaria“, die jetzt in achter Auflage auf dem Bad Essener Kirchplatz stattfand.

Veranstalter war wieder der Kur- und Verkehrsverein Bad Essen. Wie einst die Idee für diese inzwischen weit über Bad Essens Grenzen hinaus beliebte Veranstaltung entstand, schildert Geschäftsführerin Annette Ludzay so: „Vor 2011 haben wir schon mal mit den Gastronomen darüber gesprochen. Denn es gibt ja zum Beispiel „Osnabrück isst“ und verschiedene ‚Essfeiern‘ landauf, landab. Wir haben gesagt, dass wir so etwas auch für Bad Essen möchten, aber es soll ein bisschen anders sein, als die Anderen es machen.“

Zum kleinen Preis

Daraufhin seien die Gastronomen sich einig gewesen: „Dass sie alle zusammenarbeiten und wir ein besonders schönes Ambiente haben wollen. Also nicht einfache Zelte und Buden, sondern Pagoden, die aufwendiger sind. Dass wir das Ganze durchaus eleganter gestalten wollen, dass die Portionen nicht riesengroß, sondern dass die Leute viele Möglichkeiten haben sollen, zu probieren – zum kleinen Preis.

Qualität geht vor Quantität

Und dass vieles regional, saisonal, also frisch und richtig gut sein soll und dass jeder sein Bestes gibt“, listet Annette Ludzay die Grundgedanken auf, die weiter ergänzt: „Es geht nicht in erster Linie ums Geldverdienen, sondern Qualität geht vor Quantität.“ Besonders gut findet die Geschäftsführerin: „Dass die Gastronomen miteinander kooperieren nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“.

Hinter die Kulissen

Im Vorfeld der Veranstaltung sei etwa geplant worden, wie das Geschirr verteilt wird und wie abgeräumt wird. Denn: „Jeder Gastronom stellt Abräumer zur Verfügung und im Spülmobil wird gemeinsam gespült, da alle sich einig waren: wir wollen richtiges Geschirr nehmen, echte Gläser haben“, wirft Annette Ludzay einen Blick hinter die Kulissen dieser Großveranstaltung. Und: „Wir teilen uns die Kosten; der Kur- und Verkehrsverein unterstützt das Ganze auch finanziell, weil es für Bad Essen ein richtiges Aushängeschild ist. Zudem übernimmt das Team der Tourist Info, was im Vorfeld an Marketing und Werbung anfällt. Die Gastronomen wiederum teilweise den Aufbau.“ Aber: „Die Pagodenzelte baut Holger Ufer auf, der uns von Anfang an unterstützt hat. Total zuverlässig, auch was Technik anbelangt“, stellt Ludzay heraus.

Köstliche Schlemmereien

Für köstliche Schlemmereien zu maximal sechs Euro und diverse – teilweise auch ausgefallene – Getränke sorgten in diesem Jahr Höger´s Hotel & Restaurant, Kaffeemühle, Hong Lan, Athen, Bergwirt Pöhler, Kleines Haus (alle Bad Essen) sowie Gieseke-Asshorn (Bohmte). Hinzu kam das Coffeebike mit feinsten Bio-Kaffee-Spezialitäten und die Gemeinde Bad Essen bot an einem Stand fair gehandelte Produkte und Informationen zu FairTrade, der von ehrenamtlichen Mitgliedern der örtlichen FairTrade Steuerungsgruppe mit betreut wurde.

Am Sonntagnachmittag hatten natürlich die Geschäfte geöffnet und die Kirchengemeinde St. Nikolai richtete eine Kaffeetafel aus. Dort offerierte der Nikolaichor getreu dem Motto „Wer die Wahl hat, hat die Qual“ den Besuchern zig selbst gebackene Torten/Kuchen, sodass das Genussherz richtig in Schwingung geriet. So etwas passt einfach zur Culinaria! Der Erlös ist für die kirchenmusikalische Arbeit bestimmt.

Stimmungsvolle Livemusik

Und last, not least sorgten die A-cappella-Band Major Five – Helena Jacke, Arnhem, Johannes Kuesel, Maximilian Saul, Andreas Luebbers, Oldenburg, Dunja Schäfer, Bad Essen/Oldenburg - am Samstagabend und der Konzertpianist Holger Manthey am Sonntagnachmittag für stimmungsvolle Livemusik. Nach der Veranstaltung kommen übrigens alle noch einmal zu einer „Manöverkritik“ zusammen, sodass es sicher auch 2019 eine tolle „Culinaria“ geben wird.