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Sommerfrische in den Fluren Neue Ausstellung in Bad Essen in der Rathausgalerie

Von Annalena Klein, Annalena Klein | 28.06.2016, 14:00 Uhr

In der Rathausgalerie können Besucher die Werke von Carolin Bruns bewundern. Die Motive, allesamt von der Natur inspiriert, sind in bunt, verspielt und immer von der Natur inspiriert.

Leuchtende Farben strahlen den Besuchern der Galerie im ersten Stock des Bad Essener Rathauses entgegen: Obst, Gemüse und zahlreiche Blumenmotive sind zu sehen. Die Künstlerin hinter diesen Werken ist Carolin Bruns. Die 26-Jährige hat in Osnabrück Deutsch und Kunstpädagogik auf Grundschullehramt studiert.

„Diese Bilder sind alle während meines Studiums entstanden und zeigen einen Querschnitt durch meine Arbeiten“, so Carolin Bruns. Insgesamt 19 Bilder sind noch bis Ende September in Rathaus Bad Essen zu bewundern.

Von der Natur inspiriert

Auffällig: Auf der einen Seite farbenfrohe Blumenmotive, auf der gegenüberliegenden Seite Lithografien von Tierschädeln. Ein Bruch? Nicht unbedingt, findet die Künstlerin. „Alle Bilder sind auf eine Art und Weise verspielt. Strukturen faszinieren mich genauso, wie Dinge in einen Zusammenhang zu bringen.“

Die Schädel seien ebenso zart wie die Blumenmotive und teilweise in ihren Strukturen aufgebrochen. „Dass die Bilder düster wirken, liegt an der Thematik an sich“, so die 26-Jährige.

Sie hat ihrer Ausstellung den Titel „Prozesse“ gegeben: Beim Malen und Zeichnen bediene sie sich unterschiedlichster Techniken, so Bruns. Öl auf leinwand, Lithografie, Farbstifte, Radierungen, Aquarelle. „Jede Technik hat ihren Reiz“, sagt Carolin Bruns.

Prozess heißt Fortschreiten

„Diese Bilder lassen den Sommer herein“, findet Bürgermeister Timo Natemeyer. In der Zeit zwischen den Ausstellungen, wenn keine Bilder an den Wänden des Rathauses hängen, sei es eher trist auf den Fluren.

Iris Nepke von der Kunstschule Bad Essen lobte die Werke der jungen Künstlerin: „Wir haben hier eine junge Künstlerin; verglichen mit der vorherigen Ausstellung von Rixte Haro sind dennoch Gemeinsamkeiten erkennbar. Bei beiden Künstlerinnen wird deutlich: Das Experimentieren hört nie auf.“

Deshalb seien bei „Prozesse“ die unterschiedlichen Techniken besonders interessant. „Prozess heißt Fortschreiten“, sagt Nepke. Die Werke von Carolin Bruns seien gegenständliche Bilder, „aber sie bilden nicht einfach nur ab, sie machen Dinge sichtbar.“