Ein Artikel der Redaktion

„Safari des Lebens“ als Hörbuch Bad Essen ist Verlagsort für amerikanischen Bestsellerautor

10.06.2011, 14:16 Uhr

Nicht Frankfurt oder Leipzig. Auch nicht Hamburg, sondern Bad Essen im Osnabrücker Land ist seit Kurzem Verlagsort für einen amerikanischen Bestseller-Autor. John Strelecky, dessen Erstlingswerk „Das Café am Rande der Welt“ ein mittlerweile in 21 Sprachen übersetzter Weltbestseller geworden ist, wird zukünftig seine Bücher, eBooks und Hörbuch-CDs im Verlag „Big Five for Life Deutschland“ veröffentlichen.

Inhaber und Verleger Dr. Uwe Alschner hat soeben das zweite Werk von John Strelecky, die „Safari des Lebens“, als Hörbuch herausgegeben. Titel Nummer drei, „Big Five for Life – Was wirklich zählt im Leben“, von dem sich auch der Verlagsname ableitet, wird zum Jahresende ebenfalls als Hörbuch erscheinen.

„Die Zusammenarbeit mit John Strelecky“, erzählt Uwe Alschner, „begann, nachdem mir meine Frau das dritte Buch, die ‚Big Five for Life‘ um den Unternehmer und Mentor Thomas Derale zu Weihnachten 2009 geschenkt hatte.“

So angetan war der gebürtig aus der Gemeinde Bohmte stammende und heute in Bad Essen wohnende Alschner, im Hauptberuf selbstständiger Unternehmensberater in Berlin, dass er dem Autor in den ersten Januartagen des Jahres 2010 eine E-Mail schrieb.

Ziel war, John Strelecky für einen Vortrag im selben Herbst nach Deutschland zu holen. Daraus hat sich eine lebhafte Zusammenarbeit entwickelt. Heute sind Uwe Alschner aus Bad Essen und John Strelecky aus Florida Geschäftspartner. Und Alschner ist Verleger im Nebenberuf.

Dass er sich damit gegen Wettbewerber aus dem großen Verlagsgeschäft durchgesetzt hat, die sich sehr für die Rechte an Streleckys weiteren Werken interessiert hatten, ist eine Bestätigung der These Streleckys, wonach Erfolg vor allem eine Frage der Ausrichtung auf die eigenen „Big Five for Life“ ist.

„Der Begriff der ‚Big Five for Life‘ ist eine Anleihe aus der Welt der Safari. Die Idee dazu kam Strelecky, als er 2002 eine Auszeit von seinem Beruf als Strategieberater in den USA nahm und neun Monate um die Welt reiste.

In Afrika lernte Strelecky, dass Safarigänger den Erfolg ihres Safari-Erlebnisses danach bemessen, wie viele der „African Big Five“ sie auf der Safari sehen. Jene fünf Tiere, Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard, die, wenn man sie gesehen hat, das Safarierlebnis „perfekt“ machen.

„Das kann man auch auf das eigene Leben übertragen“, erklärt Uwe Alschner die Idee von John Strelecky, der das Konzept in seinem zweiten Buch „Safari des Lebens“ ausarbeitete.

Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der in Afrika sein Abenteuer sucht – und stattdessen von der Afrikanerin Ma Ma Gombe in die Philosophie dessen eingeweiht wird, wie Afrikaner – abgeleitet von den ‚African Big Five‘ – ihre Definition von Erfolg bestimmen. Eben mit den „Big Five for Life“.

„Es sind die fünf Dinge, die jeder Mensch zu Lebzeiten tun, sehen oder erleben will“, sagt Uwe Alschner. Jene Dinge, die für den Menschen „Erfolg“ bedeuten. Und zwar Erfolg nicht nach den Kriterien des Chefs, Ehepartners oder Nachbarn, sondern nach dem einzigen Maßstab, der „im Leben wirklich zählt: dem eigenen“.

Erfolg ist also kein Standard-Produkt, was sich von einem auf den anderen Menschen übertragen lässt. Erfolg und auch Erfüllung oder Zufriedenheit sind je nach Person immer ganz individuell definiert.

Mit diesem Credo arbeitet John Strelecky inzwischen nicht mehr als Unternehmensberater, sondern als Coach und Mentor, der diese Art des Denkens an Menschen weitergibt.

Die Buchrechte in Deutschland hatte Strelecky über einen Agenten bereits frühzeitig an einen Großverlag in München verkauft, von dem er sich in der Folge jedoch nicht angemessen vertreten sah.

Daher gab Strelecky dem Werben der Münchener nicht nach und behielt die weiteren Rechte für E-Book- und Audioverwertung zunächst bei sich.

Entsprechend kam es für die Veröffentlichung des neuen Hörbuches für Uwe Alschner auch nicht infrage, die bestehende Übersetzung des Buchverlages zu erwerben und zu übernehmen. „Die Übersetzung ist gut, aber nicht optimal“, findet Alschner, der sich als studierter Anglist sodann entschloss, eine eigene Übersetzung anzufertigen.

Diese Übersetzung gefiel dem Autor wiederum so gut, dass er Uwe Alschner das Angebot machte, Geschäftspartner zu werden.

Als es um die Entscheidung eines Sprechers für das Hörbuch ging, war es dann Strelecky, der Alschner ermunterte, selbst zu sprechen. „Auch wenn ich nicht über eine Sprecherausbildung verfüge, werden diese Defizite in Atem- und Sprechtechnik jedoch kompensiert dadurch, dass ich den Text wie der Autor kenne und die Energie entsprechend besser rüberkommt“, sagt Uwe Alschner.

An einigen Universitäten in Amerika wird die „Safari des Lebens“ daher als Pflichtlektüre für Studienanfänger eingesetzt.

Dieses ganzheitliche Bewusstsein im deutschsprachigen Raum zu befördern, hat sich auch Uwe Alschner nach eigener Aussage zum Ziel gesetzt.

„Mit zahlreichen Mitstreitern, die sich allesamt über die Lektüre der Bücher oder durch Vorträge zusammengefunden haben“, arbeite er daran, in Schulen und in der Jugendarbeit Grundlagenarbeit zu leisten. Auch in der Wirtschaft habe das Umdenken eingesetzt, was sich in Anfragen von Unternehmen und Einzelpersonen ausdrücke.