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Qualität langfristig sichern Das Ziel: Trinkwasserschutz für Wittlage und Melle

13.02.2017, 17:32 Uhr

Die seit 17 Jahren bestehende gute Kooperation zwischen dem Wasserverband Wittlage und dem Wasserwerk Melle hat durch den Abschluss eines neuen Fördervertrages mit dem Land einmal mehr eine Bestätigung gefunden. Ziel ist die Verbesserung, bzw. der Erhalt einer Grundwasserqualität unterhalb der Grenz- und Richtwerte der Trinkwasserverordnung.

Basis der Maßnahmen für die Bewirtschafter ist die gute, fachliche Praxis. Die in der Sitzung vorgestellten freiwilligen Vereinbarungen gehen über die gute fachliche Praxis hinaus. Insgesamt stehen jährlich 105000 Euro im Rahmen von freiwilligen Vereinbarungen für Maßnahmen in den Trinkwassergewinnungsgebieten Melle und Wittlage zur Verfügung.

Das Wasserwerk Melle versorgt aus 7 Trinkwassergewinnungsgebieten. 38 000 Einwohner der Stadt Melle und den umliegenden Ortschaften. Der Wasserverband Wittlage versorgt aus 7 Trinkwassergewinnungsgebieten rund 39 400 Einwohner in den Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln. Die Wasserversorgungsunternehmen haben sich mit den Sprechern der Landwirte unter der Geschäftsführung des Wasserverbandes Wittlage zur Kooperation Melle-Wittlage zusammengeschlossen. Seit 1993 werden die Maßnahmen zum Grundwasserschutz in Trinkwassergewinnungsgebieten (TGG) in Zusammenarbeit zwischen den Wasserversorgern, den Landwirten der Wasserwirtschaftsverwaltung und der Wasserschutzberatung durchgeführt und weiterentwickelt. Die Verordnung über die Finanzhilfe zum kooperativen Schutz von Trinkwassergewinnungsgebieten sieht von der Kooperation beschlossene Schutzkonzepte als Voraussetzung für den Abschluss der Finanzhilfeverträge zwischen dem Land - vertreten durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) - und den Wasserversorgungsunternehmen vor.

2011 wurde durch Kooperation das erste Schutz- und Beratungskonzept für den Zeitraum 2012-2016 verabschiedet. Im Jahr 2016 wurde durch die Kooperation Melle-Wittlage das zweite Schutz- und Beratungskonzept beschlossen. Auf der Grundlage des Konzeptes hat der Wasserverband Wittlage die Finanzierung der Grundwasserschutzmaßnahmen durch das Land Niedersachsen für die Jahre 2017-2021 beantragt. Der dafür notwendige Rahmenvertrag konnte nunmehr zwischen dem dafür zuständigen NLWKN und dem Wasserverband Wittlage geschlossen werden. Das vorliegende zweite Schutz- und Beratungskonzept dient als Grundlage für den Zuwendungsvertrag des Wasserverbandes Wittlage zur Finanzierung der Wasserschutzberatung und enthält die in der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen geforderten Inhalte. Die Wasserschutzberatung in den Trinkwassergewinnungsgebieten wurde bisher durch einen Berater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen durchgeführt. In Verbindung mit dem Abschluss des neuen Finanzhilfevertrages für den Förderzeitraum 2017 bis 2021 war es aufgrund der geänderten Vertragsbestimmungen notwendig, die Wasserschutzberatung beschränkt auszuschreiben. Nach Auswertung der Angebote konnte sich erneut die Landwirtschaftskammer Niedersachsen als wirtschaftlichster Bieter durchsetzen.

Die im Konzept genannten Grundwasserschutzmaßnahmen sind darauf ausgerichtet, die Qualität des Grundwassers für die Trinkwassergewinnung vorbeugend und langfristig zu sichern.