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Prekäre finanzielle Lage Spendenaufruf für leukämiekranke Leonie aus Bad Essen

Von Claudia Scholz, Claudia Scholz | 26.01.2017, 17:30 Uhr

Im vergangenen Dezember erhielt die zwölfjährige Leonie aus Bad Essen-Dahlinghausen die schlimme Diagnose Leukämie. Nun hatte das Mädchen seine erste Chemotherapie in Münster. Die Familie bittet wegen prekärer finanzieller Lage um Spenden.

Am 19. Dezember 2016 erfuhr die Familie von Leonie, dass diese am seltenen Leukämie-Typ AML erkrankt ist. Seitdem liegt das zwölfjährige Mädchen im Krankenhaus in Münster. Am dritten Januar bekam sie ihre erste Chemotherapie. Mittlerweile sind ihre Haare ausgefallen. Es gab Komplikationen, die Blutgerinnung sei nicht in Ordnung und Leonie sei auch nicht fieberfrei, erzählt ihre Großmutter Bettina Kreitz, die sie regelmäßig in Münster besucht – im Wechsel mit ihrem 35-jährigen Sohn, dem alleinerziehenden Vater von Leonie. Durch die Komplikationen verzögerten sich die nächsten Chemotherapien. Neun davon sind für dieses Jahr geplant.

Knochenmarkspender gesucht

Danach werde sich zeigen, ob Leonie eine Knochenmarkspende benötige. Die Familie bittet jedoch schon jetzt darum, dass möglichst viele Menschen sich bei der Knochenmarkspenderdatei DKMS typisieren lassen (www.dkms.de/spender-werden), damit später die Chance höher sei, einen geeigneten Spender für das Mädchen zu finden.

Spendenkonto

In der Zwischenzeit riefen Freunde der Familie einen Spendenflohmarkt bei Facebook ins Leben und konnten bisher 400 Euro sammeln. Es wurde ein Paypal-Spendenkonto eingerichtet, auf das gespendet werden kann. Wer spenden möchte, folge dem Link https://paypal.me/leoniekreitz. (Kontakt zur Familie: 01743185655, trinemarlen@gmx.de).

Denn die Kosten für Fahrt und Unterkunft der Familie in Münster würden die Einnahmen des alleinerziehenden Vaters übersteigen. Zwar übernehme die Krankenkasse die Chemotherapien und den Krankenhausaufenthalt und steuere auch 0,20 Cent pro Kilometer bei einer einfachen Fahrt bei, doch das decke die ganzen anfallenden Kosten des alleinerziehenden Vaters nicht, erzählt Bettina Kreitz.

Alleinerziehender Vater

Der KfZ-Mechaniker war selbst zwei Jahre lang wegen eines schweren Bandscheibenvorfalls vom Berufsleben ausgeschlossen und arbeitet erst seit Kurzem wieder. Die Mutter verließ die Familie, als Leonie sechs Wochen alt war. Ein Sozialarbeiter in Münster hätte Frau Kreitz bei einem Besuch erzählt: 80 Prozent der Familien mit krebserkrankten Kindern würden finanziell zugrunde gehen. Ohne zusätzliche Spenden sei es für die Angehörigen kaum zu bewältigen.

Initiative im westfälischen Bünde

Der Unternehmer Fabian Flachmeyer aus Bünde, der ungewöhnliche Möbel fertigt und schon hundert Euro für Leonie mit der Versteigerung einiger seiner Möbel sammelte, hat für den Muttertag eine Spendenaktion von 11 bis 20 Uhr auf dem Parkplatz am Expert-Markt in Bünde geplant, um den DKMS und Leonies Familie zu unterstützen. Firmen und Privatleute können während des Festes mit Live-Programm vor Ort spenden.

Auch ein mit dem Vater befreundeter Lkw-Fahrer startete eine Initiative. Auf Ebay wollen er und andere Lkw-Fahrer weitere Spenden mit der Versteigerung von Teddybären einsammeln.

Alles, was an gesammelten Spenden von der Familie nicht benötigt werde, gehe wiederum als Spende an das DKMS und die Kinderkrebshilfe.