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Neuer Förderzeitraum Ilek Wittlager Land soll fortgesetzt werden

Von Stefanie Witte | 02.07.2014, 20:18 Uhr

Bürgermeister aus dem Osnabrücker Land trafen sich am Mittwochmorgen im Hotel Niemann in Leckermühle, um über die Fortsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (Ilek) zu sprechen.

Eins vorweg: Die Zusammenhänge zwischen Ilek, Regionalmanagement, Land, EU und Gemeinden sind kompliziert. Ilek bezeichnet dabei das Konzept an sich, Ile, also die ländliche Entwicklung, wird etwa verwendet, wenn man von der zugehörigen Region oder Kooperationen spricht.

Beim Ilek geht es um die Vernetzung von Gemeinden, aber auch um finanzielle Unterstützung aus Fördertöpfen, die durch Ile und Regionalmanagement leichter zu erreichen sind. „Wenn man keiner Ile- oder Leader-Kooperation angehört, ist es schwer, an Mittel des Landes für die ländliche Entwicklung zu kommen“, so Regionalmanagerin Hilke Wiest.

Ziel dieses EU-geförderten Projektes ist es, den ländlichen Raum unter anderem bei den Themen demografische Entwicklung und Umweltschutz weiterzuentwickeln. Das Regionalmanagement hilft kommunalen, aber auch privaten Projekten, Fördergelder zu erhalten, und kümmert sich um die Vernetzung der Gemeinden. Im Wittlager Land arbeiten die drei Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln seit 2009 in diesem Verbund zusammen.

Greifbare Ergebnisse des vergangenen Projekt-Zeitraumes sind zum Beispiel die Neugestaltung des Kreisverkehrs in Leckermühle, eine Beobachtung und Steuerung des Wohnungsmarktes und die Vereinheitlichung des Radwegeleitsystems im Wittlager Land.

Am Mittwoch fiel der Startschuss für die Vorbereitung auf eine weitere Förderperiode. In Leckermühle kamen Vertreter aus den Ile-Regionen im Osnabrücker Land – Nord, Süd und Wittlager Land – zu einem Vernetzungstreffen zusammen. Dabei überreichte Uwe-Heinz Bendig vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems die Förderbescheide für die Fortschreibung des Ilek.

Bis Januar 2015 wird das Projektbüro Pro-t-in aus Lingen ein neues Ile-Konzept zusammen mit den Gemeinden und den Bürgern erarbeiten. Die Mitarbeiter des Projektbüros arbeiten gleichzeitig als Regionalmanager und haben das Projekt Ilek von Anfang an begleitet.

Im Wittlager Land kümmern sich Hilke Wiest und Wiests Vorgänger als Regionalmanager, Michael Ripperda, um das neue Konzept. Wiest arbeitet auch in der Phase der Konzepterstellung weiterhin einen Tag in der Woche als Regionalmanagerin. Im Laufe des nächsten Jahres wird dann das Land Niedersachsen über den nächsten Förderzeitraum entscheiden, der bis 2020 dauern würde. Die drei Bürgermeister des Wittlager Landes zeigten sich überzeugt von der erneuten Bewerbung als Ile-Förderregion: Klaus Goedejohann, Bürgermeister in Bohmte, betonte, dass die Bewerbung für die neue Förderperiode außerordentlich bedeutsam für die Region sei: „Das ist ein ganz wichtiges Projekt für die Entwicklung des Wittlager Landes.“ Ostercappelns Bürgermeister Rainer Ellermann kommentierte: „Wir wollen die Zusammenarbeit im Wittlager Land noch weiter verstärken, um unsere Region nach vorne zu bringen.“

Bad Essens Bürgermeister Günter Harmeyer sagte: „Es ist wichtig, dass es da keinen Abbruch gibt. Ich verspreche mir von der Fortsetzung auch neue, kreative Ideen.“ Wirtschafts- und Tourismusförderung stünden dabei in Bad Essen im Mittelpunkt.

Alle Bürger, die sich an der Erarbeitung eines neuen Ile-Konzeptes beteiligen möchten, lädt das Projektbüro Pro-t-in für Donnerstag, 24. Juli, 19 Uhr, in die Oberschule Bad Essen, Platanenallee 5–7, ein.