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Mitgliederversammlung Neue B-65-Trasse in Bad Essen wird abgelehnt

Von PM. | 05.09.2016, 22:03 Uhr

Die Ablehnung der neuen B-65-Trasse wird sehr breit vertreten und hat zum Schulterschluss von Politik, Verwaltung und Bürgerinitiative geführt. Dies wurde in der sehr gut besuchten Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative „Stoppt die B 65 neu“ in Högers Hotel deutlich.

Die Versammlung wurde eingeleitet und moderiert durch Guido Lüke. Er stellte zunächst die 12 Mitglieder des Lenkungskreises der Bürgerinitiative vor, die sich mit Idealismus und persönlichem Engagement für die Belange der Citta-Slow- Gemeinde Bad Essen und die betroffene Landschaft einsetzen. Er zeigte noch einmal auf, wie sich die Bürgerinitiative seit Bekanntwerden der neuen Trasse für die B 65 im Bundesverkehrswegeplan 2030 vielfältig engagiert hat. Mittlerweile zählt die Initiative mehr als 1300 Mitglieder.

Gespräche mit Politikern

Philip Freiherr von dem Bussche berichtete über viele Gespräche mit Politikern in der Gemeinde, im Landkreis, im Landtag und im Bundestag. Ferner mit der Verwaltung und der regionalen Wirtschaft. Alle diese Gespräche erbrachten die einmütige Ablehnung der neuen Trasse durch alle Gesprächspartner.

Im Anschluss berichtete Professor Lutz Mardorf vom Beginn des Dialogprozesses beim Landkreis Osnabrück, der zum Ziel hat, gemeinsam an einem alternativen Verkehrskonzept für das Wittlager Land zu arbeiten. Dabei geht es um die Ertüchtigung der bestehenden B 65, um eine Lösung für die Probleme in Wehrendorf und Bohmte sowie die Berücksichtigung des Hafens und neuen Gewerbegebietes in Ölingen.

Podiumsdikussion

Danach fand eine durch Philip von dem Bussche moderierte Podiumsdikussion von Kandidaten für die Kommunalwahl statt. Hierfür hatten die Parteien folgende Teilnehmer benannt: Michael Kleine-Heitmeyer (CDU), Siegfried Lippert (SPD), Elke Eilers (Grüne), Niklas Ahrens (FDP) und Lars Büttner (Linke). Im Verlauf der Diskussion wurde deutlich, dass alle Kandidaten den Prozess der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bundesverkehrswegeplan kritisierten und für die Zukunft eine größere Transparenz zusicherten. Die neue Trasse der B65 wurde von allen Parteien eindeutig abgelehnt. Es seien ausreichende Ost-West-Verbindungen durch die bestehende B65, die A30 und die L 770 vorhanden.

Erneuter Flächenverbrauch

Ein erneuter Flächenverbrauch für eine Trasse durch eine intakte Natur-, Kultur- und Erholungslandschaft wurde von allen Parteien abgelehnt. Die Arbeit an einem neuen Verkehrskonzept sollte auch die Ergebnisse des Ilek-Prozesses früherer Jahre einbeziehen. Im Verlauf der sich anschließenden Diskussion mit den anwesenden Mitgliedern der Bürgerinitiative kamen auch die Belastungen in Wehrendorf und Bohmte sowie der zukünftige Verkehr aus Richtung Ölingen zur Sprache.