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Mein tierischer Freund Helmut Bredenföder aus Linnerheide und seine „Nr. 1“

Von Martin Nobbe, Martin Nobbe | 15.06.2016, 17:08 Uhr

Hier ist der Name Programm: Die Taube „Nr. 1“ aus dem Schlag von Helmut Bredenförder ist ein wahrer Champion. In nur neun Stunden flog das Tier von Polen zurück in das heimische

Der kleine Star im Taubenschlag von Helmut Bredenförder ist die vierjährige Taube „Nr. 1“. Stolz zeigt Helmut Bredenföder seinen Star, der aus eigener Zucht stammt. Die Taubeneltern (zehn und sechs Jahre alt) leben noch und bekommen bei Helmut Bredenförder das Gnadenbrot.

Rekordtier

Nicht ohne Stolz berichtet Helmut Bredenförder vom Rekordflug seiner Taube „Nr. 1“: Vom polnischen Slupca zurück in ihren Schlag in Linnerheide flog die Taube damals die 650 Kilometer ohne Pause in gerade mal neun Stunden. „Ein Rekordflug für die Ewigkeit“, lacht Helmut Bredenförder.

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Zu Wettbewerbsflügen werden die Brieftauben in den Monaten von April bis Juli in Boxen verstaut und zur Sammelstelle nach Preußisch Oldendorf gebracht. 40 Tauben schickte seinerzeit Helmut Bredenförder auf die Reise: Mit einem LKW ging es dann auf die Reise bis ins polnische Slupca. Dort angekommen wurden über 7000 Brieftauben freigelassen und auf die Reise gen Heimat geschickt. Unter den Brieftauben auch die Taube „Nr. 1“ von Helmut Bredenförder.

Taubenzucht als Leidenschaft

Die Brieftaubenzucht ist Helmut Bredenförder aus Linnerheide eigentlich schon in die Wiege gelegt worden. „Denn als kleiner Kirps von zehn Jahren habe ich schon im Elternhaus mit Ziertauben gespielt“, sagt Helmut Bredenförder in einem Gespräch mit unserer Zeitung und erinnert sich an die Zeit, als er 1986 die ersten Brieftauben bekam.

Heute nennt der Rentner 120 Brieftauben sein Eigen und freut sich jeden Tag aufs Neue, wenn er morgens ab 7.30 Uhr seine Brieftauben zu Trainingsflügen auf die Reise schickt. Der Freiflug dauert dann für die Brieftauben immer etwa 45 Minuten. Danach ist für die Brieftauben im „Schlag“ Ruhepause angesagt.

Bis zum nächsten Morgen, wenn es dann wieder zu einem Trainingsflug an die frische Luft geht: Der Freiflug der Brieftauben wird im Fachjargon auch „Witwerschaft“ genannt, weil die männlichen und die weiblichen Tauben immer nur getrennt auf die Reise geschickt werden. „Zusammen wäre wohl nicht so gut“, dann würden die Tauben woanders noch eine Familie gründen“, schmunzelt Helmut Bedenförder.

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