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Hör-Memory und Lilo Lausch Projektwochenabschluss an der Grundschule Bad Essen

Von Annalena Klein, Annalena Klein | 28.06.2016, 17:04 Uhr

Die Kunst, leise zu sein und zuzuhören: Wie das geht, haben die Kinder der Grundschule Bad Essen in einer Projektwoche erfahren. Das Gelernte konnten die Schüler auf dem Schulfest zeigen.

An der Projektwoche „leise Schule“ hätten sich alle Klassen der Grundschule Bad Essen beteiligt, so Schulleiterin Gabriele Spang. Das Ziel der Projektwoche klingt einfach: Schüler sollen lernen, im Schulalltag bewusst leise und aufmerksam zu sein.

Deswegen beginnt das Schulfest auch nicht mit einer obligatorischen Ansprache, sondern mit der „goldenen Minute“: Ein Gong erklingt, jetzt heißt es: 60 Sekunden Schweigen. Das scheint auch für einige Erwachsene schwierig zu sein. Anschließend ergreift die Rektorin das Wort und begrüßt die Besucher der Grundschule. „Eine Minute kann ganz schön lang sein, besonders, wenn man warten muss“, scherzt Gabriele Spang.

Was heißt „leise sein“?

Aber genau darum gehe es bei der Projektwoche „leise Schule“: Was heißt es eigentlich, leise zu sein? Und wie hält man es heutzutage aus, einfach mal leise zu sein und zuzuhören? „In der Projektwoche haben die Kinder gelernt, wie man sich entspannt, wohlfühlt, zur Ruhe kommt. Und auch heute haben die Klassen Vorführungen und Stationen in ihren Klassenräumen vorbereitet.“

Den Anfang macht die Klasse 3d mit ihrem pantomimisch vorgetragenen „stummen Lied“ – mitsingen erlaubt. Die ersten Klassen singen anschließend das Lied von dem Elefanten Lilo Lausch, der gerne zuhört – eben weil es so viel zum Zuhören gibt. Auch die Zweitklässler zeigen, was sie in der Projektwoche gelernt haben: Ein rhythmisches Percussion-Stück, bei dem es vor allem auf den Takt ankommt und darauf, auf den Nebenmann zu hören.

Was raschelt da?

Nach den kurzweiligen Auftritten können die Besucher in der Schule ausschwärmen: Es gibt die Möglichkeit, an einer Fantasiereise teilzunehmen, sich massieren zu lassen, einen Fühl- und Tast-Parcours zu absolvieren, Mandalas zu malen oder auch Hör-Memory zu spielen.

Das Gedächtnis-Spiel erfreut sich besonderer Beliebtheit: In bunten Schuhkartons sind unterschiedliche Gegenstände und Materialien gefüllt. Kräftig schütteln, horchen – welcher Karton könnte das passende Gegenstück sein? Und was befindet sich darin, Erbsen womöglich? Zumindest bei der Füllung „Sand“ ist das Rätseln einfach: Der Karton hatte ein Loch.

Auf dem Außengelände der Grundschule herrscht Gewusel und laut ist es auch. Hier darf man natürlich laut sein, toben und spielen. Und wer nach dem erlebnisreichen Nachmittag Hunger verspürt, für den halten die Mitglieder der Elternvertretung Grillgut parat.