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Guter Start in Bad Essen Viel Neues beim Frühlingsfest an der Ippenburg

Von Claudia Sarrazin | 28.04.2017, 22:27 Uhr

Noch bis einschließlich Montag können sich Gartenliebhaber auf der Ippenburg inspirieren lassen, informieren und natürlich auch shoppen und genießen. Gleich zum Auftakt herrschte großer Andrang.

Zwischen ebenso prächtigen wie farbenfrohen Tulpenbeeten präsentieren 150 Aussteller ihre Waren. Hobbyköche können sich von Profis beim „Grill & Chill“ etwas abschauen, und die märchenhaften Figuren „Alice wundert sich“ von Jacques Tilly entführen die Besucher in eine andere, märchenhafte Welt.

Farbenpracht vor trübem Himmel

Die bunten Blumenköpfe der Tulpen hoben sich am Freitag vor dem grauen Himmel besonders gut ab. Echte Gartenfreunde ließen sich vom trüben Wetter jedoch nicht vom Besuch der Ippenburg abhalten: Kaum hatten sich die Tore geöffnet, waren alle Wege schnell voller Besucher. Viele von ihnen bewunderten die prächtigen Tulpen rings um das Schloss: „Tulpen satt, das hat man sonst höchstens auf dem Keukenhof“, strahlte Viktoria von dem Bussche, die vor 20 Jahren zum ersten Mal ein Gartenfestival auf die Beine gestellt hatte.

Es wird märchenhaft

Im Wald mit der Insel neben dem Schloss hat der Düsseldorfer Karnevalskünstler Jacques Tilly die Idee von „Alice wundert sich“ umgesetzt. Leser von „Alice im Wunderland“ werden viele bekannte Elemente von Lewis Carrolls fantastischer Erzählung wiedererkennen. Wichtig war von dem Busche aber, „dass es auch für diejenigen lustig und interessant ist, die die Geschichte nicht kennen.“ Und Mitarbeiter Silvan Luth verriet am Beispiel der Sonne, wie viel Arbeit und Mühe hinter der leicht und spielerisch wirkenden Installation steckte: Die Sonne sei schwerer als erwartet: Rund 100 Kilo schwer, was den Aufbau ziemlich kompliziert gemacht habe, so der Künstler: „Die Sonne besteht aus fünf Teilen, die wir in sechseinhalb Metern Höhe zusammen gesetzt haben. Der Mond war ein Kinderspiel dagegen.“

Küchengarten und Tulpenpracht

Im Küchengarten wies von dem Busche auf die vielen neuen Büsche und Spaliere hin: „Dadurch ist der Küchengarten auch jetzt schon schön.“ Besondere Hingucker sind die Zitronen- und Orangenbäume von Lubera. Sie waren erst morgens angeliefert worden, um mögliche Frostschäden zu vermeiden. Rund 150 Aussteller sind in diesem Jahr dabei. „Wir haben in diesem Jahr rund ein Drittel neue Aussteller“, erklärte von dem Busche, andere kämen seit 20 Jahren.

Wie ein Tag Urlaub

„Ich fahre immer hier her, weil ich Farben, das schöne Umfeld, die schicke Mode und die Kunstgegenständen brauche“, sagte Hannegret Petigas auf einer der Ausstellerwiesen zwischen weißen Pavillons, Kunst und Accessoires. Und sie fand: „Das ist hier auf der Ippenburg wie ein Urlaubstag. Einmal im Jahr muss das drin sein.“ Ein paar Meter weiter war Norbert Ording dabei, eine Metallplatte mittels Frästechnik und Druckluft in ein Kunstwerk zu verwandeln. Ihm schauten hauptsächlich Männer interessiert zu. Einer seiner Zuschauer antwortete auf die Frage, warum er zur Ippenburg käme, mit einem Augenzwinkern und in Anspielung auf die Einkaufslust der Frauen seiner Männerrunde: „Wir sind nur zum Bezahlen da.“