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Gute Basis für die Entwicklung Vereinsheim des TuS Bad Essen offiziell eingeweiht – Idee eines Gemeindesportverbandes vorgestellt

Von Rainer Westendorf | 05.06.2012, 05:30 Uhr

„Der Bau ist ein Werk der ganzen Gemeinde“, sagte Tim Ellmer, Vorsitzender des TuS Bad Essen . Zahlreiche Helfer, Firmen und andere Beteiligte haben an dem Projekt mitgewirkt.

Das Projekt, das sind Umbau und Erweiterung des TuS-Vereinsheims im Assbruch . Am Sonntag konnte das Gebäude offiziell eingeweiht werden. „Die Grundlagen für die Weiterentwicklung des Sportvereins sind jetzt geschaffen“, betonte Ellmer. Eine Einschätzung, die Hildegard Sundmäker – Vorsitzende des TV 01 Bohmte – teilte.

Sie überbrachte Grüße im Namen der benachbarten Wittlager Sportvereine, „der TuS ist gut aufgestellt“. Sämtliche Sportvereine müssen sich nämlich neuen Herausforderungen stellen. Die Gesellschaft ändert sich. Es gibt andere Interessen und Vorlieben. Da muss das Angebot entsprechend angepasst werden. Der demografische Wandel hat ebenso Auswirkungen auf die Aktivitäten der Vereine. So wird der Bereich Senioren- und Gesundheitssport weiter an Bedeutung zunehmen. Mit dem Vereinsheim hat der TuS gute Möglichkeiten, hier auf die Nachfrage zu reagieren. Wie Ellmer sagte, wird übrigens noch ein neuer Name für das Vereinsheim gesucht.

Bis dahin war es ein weiter Weg. „Erste Pläne gab es vor zwei Jahren“, erläuterte Tim Ellmer. Architekt ist Olaf Haase aus Hüsede.

Am 30. Dezember 2010 folgte dann der erste Spatenstich – im Schnee. „Bis heute sind 3500 bis 4000 ehrenamtliche Stunden von zahlreichen Helfern geleistet worden. Viele Menschen haben sich engagiert.“ Ellmers Dank galt den Vorstandskollegen, den Aktiven aus Verein und Gemeinde, den Firmen und Sponsoren sowie besonders Günter Schröder, der das Bauvorhaben während der gesamten Zeit unermüdlich betreut und geleitet hat.

„Ein paar ehrenamtliche Stunden werden aber wohl noch dazukommen“, merkte der TuS-Vorsitzende an. So müssen unter anderem noch die Außenanlagen gestaltet werden.

„Der TuS Bad Essen ist seit jeher einer der großen Pfeiler des Sports in der heutigen Gemeinde Bad Essen“, sagte Bürgermeister Günter Harmeyer. Vor allem die Jugendarbeit sei vorbildlich. So sind von den 1132 Mitgliedern des TuS 627 jünger als 18 Jahre. Das sind 55 Prozent. Neben der körperlichen Fitness werde im Verein auch soziales Verhalten geschult. „Eine Fähigkeit, die in vielen Bereichen der Gesellschaft immer mehr verloren geht“, so Harmeyer. „Im TuS Bad Essen können die Jugendlichen die Erfahrung machen, dass Sport gemeinsam mit anderen am meisten Spaß macht“. Ein Aspekt, auf den auch Pastor Klaus Haasis einging. Viele Kinder und Jugendliche seien heute „Eremiten mit Internetanschluss“. Hier steuere der Sport zum Glück dagegen.

Dass das Vereinsheim eingeweiht werden konnte, war möglich, weil bei der Finanzierung Partner geholfen haben. So hat der Landes- und Kreissportbund 50000 Euro beigesteuert, die Gemeinde Bad Essen einen Betrag von 26500 Euro. Auch der Landkreis Osnabrück hat sich beteiligt. „Den entscheidenden Anteil haben aber die freiwilligen Helfer geleistet“, betonte Günter Harmeyer. Besonders nannte er an dieser Stelle Tim Ellmer, Günter Schröder, Jürgen Frieler, Martin Berkenkamp, Raimuth Walkenhorst und Rolf Bührmann. Der Gemeindebürgermeister stellte während der kleinen Feierstunde eine Idee vor, um in Zukunft ehrenamtliches Engagement in bestimmten Bereichen wie dem Sport zu bündeln. „Ich möchte anregen, dass sich die maßgeblichen Vertreter aller Sportvereine einmal treffen, um über die Einrichtung eines Gemeindesportverbandes zu diskutieren“, so Harmeyer. Es gehe nicht darum, dass Sportvereine ihre Eigenständigkeit aufgäben. „Die muss auf jeden Fall erhalten blieben.“ Aber allgemeine Aufgaben, zum Beispiel im administrativen Bereich, könnten zentral unter dem Dach eines Gemeindesportverbandes angesiedelt und erledigt werden. „Gleichzeitig könnte ein solcher Verband die Sportförderung in unserer Gemeinde weiter voranbringen.“ Harmeyer und der Erste Gemeinderat Carsten Meyer sind Ansprechpartner für dieses Konzept.