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Großeinsatz der Polizei in Brockhausen 74 Hunde von Bad Essener Hof gerettet

01.07.2015, 17:25 Uhr

Wurden in Brockhausen Tiere unter unzumutbaren Umständen gehalten? 74 Hunde wurden von Polizei und Landkreis Osnabrück auf einem abgelegenen Hof im Bad Essener Ortsteil Brockhausen sichergestellt und zunächst auf Tierheime verteilt.

Grund für die groß angelegte Räumungsaktion waren die unzumutbaren Umstände, unter denen die Tiere gehalten wurden. Den Haltern war die Hundezucht in der Vergangenheit bereits untersagt worden.

Beschwerden aus der Jägerschaft

Polizeikräfte sowie Mitarbeiter des Landkreises Osnabrück rückten am Mittwochmorgen zu einem abgelegenen Gehöft am Brockhauser Weg in der Gemeinde Bad Essen an. Beschwerden von Nachbarn und aus der Jägerschaft, wonach der Hof nicht eingezäunt sei und die Hunde sich unkontrolliert im Gelände bewegten, hatten laut Landkreis Osnabrück den Ausschlag zum Handeln gegeben. Die große Zahl der Tiere erkläre sich auch aus einigen Würfen mit vielen Welpen. Als Rassen fanden die Mitarbeiter des Landkreises und der Polizei von Rhodesian Ridgebacks über Terrier und Möpse bis hin zu kleinen Mischlingen eine große Bandbreite vor.

Autowracks

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück war mit einem Durchsuchungsbeschluss vor Ort. Weil sich auf dem Hof auch Autowracks und sowie asbesthaltige Baumaterialien befinden und die Problematik deshalb über die bloßen Tierschutzbelange hinaus reicht, ist auch ein Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsgesellschaft AWIGO vor Ort gewesen, teilt der Landkreis mit.

Auflagen an Hundehalter

Die Hundehalter haben jetzt nach geltender Rechtslage zwei Wochen Zeit, die vom Landkreis schriftlich fixierten Auflagen wie die komplette Einzäunung des Geländes, den Nachweis einer eigenen Schutzhütte für jedes Tier oder auch den Nachweis der artgerechten Ernährung zu erfüllen. Nach Ablauf dieser Frist wird vor Ort die Erfüllung der Auflagen überprüft. Gelingt diese den Haltern nicht, werden die Hunde vom Landkreis Osnabrück weiter vermittelt.

Großaufgebot

Beteiligt an diesem Großeinsatz war auch die technische Einsatzeinheit mit einem schweren Räumfahrzeug. Der Einsatz auf dem weitläufigen Gelände dauerte mehrere Stunden und wurde gegen 15 Uhr beendet.