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Freibad-Fete fällt ins Wasser Rock am Pool in Pr. Oldendorf lockt nur wenige Rockfans

Von Cornelia Müller, Cornelia Meyer | 22.06.2016, 09:45 Uhr

Die Freibad-Fete Rock am Pool ist dieses Jahr sprichwörtlich ins Wasser gefallen: Weniger Besucher als erhofft rockten zu Musik von „The Beat“ die Freiluft-Tanzfläche.

April-Wetter mitten im Juni ist allgemein kein Grund zur Freude. Für die Open-Air-Sause „Rock am Pool“ im Freibad von Preußisch Oldendorf am Wochenende waren die Wetterkapriolen jedoch pures Gift.

Wenige Besucher

Auf 800 Besucher hatten die Veranstalter gehofft, nur etwa ein Drittel davon kamen. Und man brauchte kein Prophet zu sein, um den Hauptgrund für das Ausbleiben der übrigen zwei Drittel herauszufinden. Ein Blick in den Himmel genügte.

Dabei hätte alles so schön sein können. Die Kinderkrankheiten der ersten Ausgabe von „Rock am Pool“ im vergangenen Jahr waren überwunden, der Sound war genauso gut wie die Bewirtung und die Veranstalter hatten wirklich alles dafür getan, dass die Besucher eine tolle Poolparty feiern konnten.

Über den Rasen der Liegewiese waren sogar großflächig Holzplanken verlegt worden, damit sich niemand nasse Füße holen musste, und eine Tanzfläche gab es auch. Das alles half nichts, denn bei den zweifelhaften Wetteraussichten blieben viele potenzielle Gäste einfach lieber gleich zu Hause.

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„Schade“

„Es ist schade, dass sich nicht mehr Leute auf den Weg gemacht haben, denn die Musik ist Klasse“, meinte Petra Ellemund. Claudia Schulte-Bredemeier konnte da nur zustimmen: „Wenn schon so etwas in Preußisch Oldendorf stattfindet und sich jemand so viel Mühe mit der Organisation gegeben hat, dann sollte man auch hingehen“, findet sie. „Deswegen hatten wir uns vorher schon vorgenommen: Wir kommen auf jeden Fall, egal wie das Wetter wird.“ Auch von Alf Bruch gab es viel Lob für die Veranstalter und für die „tolle Atmosphäre“, die im Freibad herrschte, trotz des eher übersichtlichen Besuchs.

Denn weder die Bands noch ihre wetterfesten Zuhörer ließen sich die Stimmung verderben. Die beiden Osnabrücker Bands „Just For Fun“ und „The Beat“ wechselten sich auf der Bühne ab und präsentierten einen ins Ohr und in die Beine gehenden Mix aus dem Besten, was die 60er bis 80er Jahre an Rock und Pop zu bieten hatten.

Keine Helene!

Vereinzelten hartnäckigen „Helene!“-Forderungen aus dem Publikum begegnete Sänger und Gitarrist Ralf Schlüwe von „The Beat“ mit Humor: „Wenn ihr mir beim nächsten Mal 9000 Besucher versprecht, nehmen wir auch ein Stück von Helene Fischer mit ins Programm.“ Aber auch ohne die „atemlose“ Sängerin wurde es immer wieder eng auf der Tanzfläche. Dafür sorgten Hits von T-Rex oder Status Quo, von Westernhagen oder Achim Reichel, die akuten Bewegungsdrang bei den Zuhörern auslösten.