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Was wird aus dem Stammhaus? Fahrradhändler Lilier aus Bad Essen baut Halle in Levern

Von Heidrun Mühlke, Rainer Westendorf | 15.03.2021, 11:40 Uhr

Baustart im neuen Leverner Gewerbegebiet Butenbohm. Ein Betrieb, der sich hier ansiedeln wird, ist das Fahrradhaus Lilier aus Bad Essen. Was bedeutet das für den Standort an der Lindenstraße?

Die Heizungs- und Sanitärfirma von Steffen Bode hat die Gesamtfläche von 10.300 Quadratmetern in Bad Essens Nachbarkommune im zurückliegenden Herbst von der Gemeinde Stemwede erworben. Bode selbst nutzt 5.800 Quadratmeter und hat für die weiteren 4500 Quadratmeter das Fahrradhaus Benjamin Lilier aus Bad Essen mit ins Boot geholt.

Bode ist mit seiner Sanitär‐ und Heizungsfirma bereits seit 2018 in Levern im Westerfeld ansässig. „Wir hatten dort keine Erweiterungsmöglichkeiten und haben jetzt die Option genutzt, hier direkt an der L770 ein großes Gewerbegrundstück direkt neben der Feuerwehr zu kaufen“, sagt er. Doch was plant der Bad Essener Betrieb im Gewerbegebiet?

Teststrecke auf dem Areal

Lilier will hier eine rund 1.500 Quadratmeter großen Halle mit Werkstatt und Verkaufsraum errichten. Anfang 2023 soll das Gebäude bezugsfertig sein. „Wir wollen auf dem Gelände auch eine kleine Teststrecke für Mountainbikes und Fahrräder bauen", sagt der Fahrradhändler aus Bad Essen.

Der Baustart in Levern ist für 2022 vorgesehen. Was wird aus dem traditionsreichen Familiengeschäft an der Lindenstraße in Bad Essen? "Das Stammhaus bleibt erhalten", sagt Benjamin Lilier auf Anfrage der Redaktion. Lilier ist seit fast 40 Jahren im Kurort ansässig. Für die Kunden ändere sich nichts. Sie könnten weiterhin ihre Fahrräder zur Reparatur an die Lindenstraße bringen.

Am Standort Lindenstraße in Bad Essen sei eine Erweiterung "flächenmäßig schwierig". Daher die Entscheidung für die Investition im Nachbarort Levern. Der Neubau bietet übrigens auch die Chance, bislang in Bad Essen genutzte Lager- und Werkstattfläche nach Levern zu verlagern, sodass im Geschäft mehr Platz zur Verfügung steht.

Trotz Corona Gas gegeben

Die Gemeinde Stemwede ist natürlich froh, dass sich Betriebe für das neue Gebiet in Levern entschieden haben. Die Investitionen der beiden Unternehmer seien eine Wertschätzung für Stemwede, so Bürgermeister Kai Abruszat beim offiziellen Baustart. "Hier in Stemwede wird trotz Corona Gas gegeben", stellt Abruszat fest.