Ein Artikel der Redaktion

Endlich Weihnachtsstimmung Volle Tische bei Adventsfeier in Rabber

Von Gertrud Premke | 04.12.2015, 07:32 Uhr

Statt mit einem klingelnden Weihnachtsglöckchen läutete Christa Warning, Ortsbürgermeisterin von Wittlage, die Adventsfeier mit einem hellen, unüberhörbaren Klopfen des Zuckerlöffels an die Kaffeetasse ein. Alle Menschen aus der Ortschaft Wittlage, die älter als 65 sind, waren in das Dorfgemeinschaftshaus in Rabber geladen worden, wo die Adventsfeier zum zweiten Mal stattfand.

Christa Warning begrüßte die rund 70 Gäste, bedauerte einige Absagen und bedankte sich für das Kommen – und zwar ganz besonders bei Christian von der Ahe, Ortsbürgermeister von Rabber, und bei Gabi auf dem Kampe. Diese hatte zum inzwischen zweiten Mal die Räume im Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung gestellt und sogar extra einen Tannenbaum geschmückt. „Alles andere haben wir aber selbst gemacht“, sagte Warning und dankte den zahlreichen Helfern.

Kaffee und Kuchen

Nach der von der Ortsbürgermeisterin vorgetragenen Weihnachtsgeschichte, die mit dem Wunsch nach Frieden und Freiheit endet, stärkten sich die Gäste mit leckerem Kuchen, Weihnachtsgebäck und duftendem Kaffee.

Gestärkt und entspannt lauschten die Gäste sodann dem musikalischen Auftritt des Mädchenchores der Baptistengemeinde Lintorf, der von Natalie Buling geleitet wird. Mit den vier vorgetragenen Liedern „Zünd Dein Licht an“, „Mein Herz ist ein Adventskranz“, „König Jerusalem“ und „Jerusalem“, das einen hebräischen Text hat, begeisterten die fünfzehn jungen Sängerinnen das Publikum.

Lustige Geschichten

Im Anschluss erzählte Irmgard Fehrmann die „Geschichte mit den vier Kerzen“. Veronika Molkenthin nutzte die Veranstaltung, um im Namen der Wittlager der Ortsbürgermeisterin mit weihnachtlichen Blumen für ihre Arbeit zu danken. Mit dem Gedicht von „Knecht Ruprecht“ begann die Vorstellung von Marianne Vehrung, Prädikantin aus Rabber, die, wie sie sagte, hier als „Privatperson“ ihre Beiträge einbrachte. Und die hatten es in sich: Da gab es dann einfach mal so richtig „Durcheinandergewürfeltes“, was mit einer ganz besonderen Erzählkunst von der Predigerin vorgetragen wurde.

Sauerkraut als Lametta

In richtig schallendes Gelächter brachte die Prädikantin die Adventsgesellschaft mit der Geschichte von dem fehlenden Lametta am Weihnachtsbaum. In der Erzählung wurde eine Notlösung gefunden: Sauerkraut aus der Dose, dekorativ präpariert und trotz des immer noch anhaftenden Eigengeruchs über die Zweige gelegt. Eigentlich stand dieses Sauerkraut mit Bockwurst am Silvesterabend auf dem Speiseplan. Es fehlte nun, da es ja als Dekoration am Tannenbaum hing. Dann kam die zündende Idee, es kurzerhand wieder umzufunktionieren als Silvesterspeise, das farbige Silber zu entfernen, so gut es möglich ist, und das Resultat den Partygästen zu servieren. Die Geschichte war voller witziger Pointen und lustig vorgetragen; die Zuhörer dankten mit einem langen Applaus.

Weihnachtsstimmung kommt auf

Lustiges und Besinnliches wechselten sich weiterhin bei Marianne Vehring ab, und im Schlussteil ging es um die Weihnacht an sich und dem Wunsch nach Frieden auf der ganzen Welt. Marianne Vehring, wie übrigens alle Protagonisten, erhielten als Dank von der Ortsbürgermeisterin einen Weihnachtsstern.

Den musikalischen Abschluss bot der gemischte Chor Rabber-Wittlage mit dem Dirigenten Johannes Weber. Und beim Mitsingen der bekannten Weihnachtslieder „Kommet ihr Hirten“, „Ihr Kinderlein kommet“ und „Am Weihnachtsbaum“ war die Vorfreude der adventlichen Gesellschaft auf Weihnachten nicht zu übersehen.