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Ein engagiertes Leben Bundesverdienstkreuz für Conny Vry

Von PM. | 06.06.2016, 20:03 Uhr

Im emsländischen Meppen wurde jetzt ein Mann ausgezeichnet, der durch seine Arbeit in den Parecelsus-Kliniken in Bad Essen Maßstäbe gesetzt hat: Conny Fry.

Im Rahmen einer Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses Meppen erhielt Conny Vry das Bundesverdienstkreuz für sein Engagement in der Suchthilfe. Im Beisein seiner Familie, Freunde, Nachbarn und vielen Weggefährten aus der Selbsthilfe und den Paracelsus-Kliniken Bad Essen zeichnete Landrat Winter einen Lebens- und Arbeitswege nach, den Klaus Bogler, Verwaltungsdirektor der Paracelsus-Kliniken Bad Essen mit der Überschrift beschrieb: „I did it my way“.

Einen ganz eigenen Weg ist Conny Vry tatsächlich gegangen. Er war als trockener Alkoholiker 1977 in der Klinik angefangen und bis 2015, inzwischen 85-jährig, für die Paracelsus-Kliniken Bad Essen tätig. Seit seiner offiziellen Berentung 1995 befand er sich im „Unruhestand“. Er leitete nach wie vor die klinikeigene Selbsthilfegruppe, wurde bei Urlaubs- und Krankheitsvertretungen gerufen und machte einmal die Woche seinen „Praxiskurs Vry“ in der Wiehengebirgsklinik.

Er nahm nie ein Blatt vor den Mund und so mancher Patient musste sich mit direkter Ansprache die Konfrontation mit der Realität gefallen lassen. Dass er dabei mit seinem persönlichen Erfahrungsschatz als Suchtkranker nicht hinterm Berg hielt, machte ihn zum authentischen Gesprächspartner, der bei den suchtkranken Patientinnen und Patienten immer äußerst beliebt war.

Das Bundesverdienstkreuz ist nicht die erste und vielleicht auch nicht die letzte Auszeichnung, die Conny Vry erhielt. Schon 2007 wurde er von der Diakonie für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Suchtbereich mit dem „Goldenen Kronenkreuz“ ausgezeichnet.