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Drittligavolleyballer verlieren 0:3 Kein Happy End für die Lintorfer zum Jahresende

13.12.2015, 12:52 Uhr

Auch im letzten Spiel des Jahres blieben die Lintorfer Volleyball am Samstag in der 3. Liga ohne Erfolg. Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen die Topteams aus Fischenich und Tecklenburg setzte es auch gegen den direkten Mitkonkurrenten vom TV Hörde eine Niederlage. Dabei vermisste Trainer Oliver Grote vor allem das, was sein Team bei den letzten Heimspielen auszeichnete.

VfL Lintorf - TV Hörde 0:3 (19:25, 20:25, 21:25)

„Vielleicht haben wir uns zu sehr drauf verlassen, dass wir spätestens ab dem dritten Satz richtig durchstarten“, meinte Trainer Oliver Grote nach dem Spiel. Denn bis Samstag haben die Lintorfer in jedem Heimspiel immer fünf Sätze gespielt und dabei nicht selten das Spiel nach 0:2 noch gedreht. Nicht so an diesem Samstag.

Auch wenn sich immer mal wieder durch Aufbäumen der Lintorfer eine Wende andeutete, konnte der VfL die Überlegenheit der Gäste an diesem Abend nicht durchbrechen. „Gegen so einen Gegner muss einfach alles passen“, so Trainer Oliver Grote. Doch davon waren die Lintorfer relativ weit entfernt. Spätestens als Stephan Massmann auf seine sonst so erfolgsversprechenden Sprungaufschläge verzichtete und stattdessen mit Float-Angaben die Ballwechsel begann, wurde auch dem letzten Beobachter klar, dass irgendwas im Lintorfer Spiel nicht stimmte.

Mängelliste

Zu wenig Druck im Angriff, zu verhalten in Abwehr und Annahme, zu vorsichtig im Aufschlag. Die Liste der Mängel war lang. „Dabei hatten wir durchaus gute Phasen“, meinte Henrik Kollweier. Speziell zur Mitte des zweiten Satzes schienen die Lintorfer auf Betriebstemperatur gekommen zu sein. Mit 16:14 lag der VfL in Führung, ehe die Erfolgsaussichten durch zwei Vier-Punkte-Serien der Gäste zunichte gemacht wurden. Vielleicht war das der Knackpunkt, von dem sich die Lintorfer nicht erholen konnten.

Verantwortung tragen

Stephan Massmann ärgerte sich vor allem über die mäßige Leistung im Kollektiv: „Dass der ein oder andere mal nicht so eine gute Phase hat, ist halt so! Nur müssen die anderen dann umso mehr Verantwortung übernehmen und sich nicht mit runterziehen lassen!“

Durch die Niederlage ist nach einer insgesamt sehr guten Hinserie der tabellarische „Worst-Case“ eingetreten. Auf Platz drei wollten die VfLer überwintern, Platz sechs ist es geworden. Denn durch den überraschenden Sieg von Bonn gegen Tecklenburg und dem Dreier von Aachen bei der VSG Ammerland schieben sich neben dem TV Hörde auch diese beiden Teams am VfL vorbei. „Kein Beinbruch, aber etwas ärgerlich nach dem tollen Start in dieser Saison. Aber wenn man überlegt, dass wir vor einem Jahr mit nur zwei Punkten auf dem letzten Platz lagen, sollten wir absolut zufrieden sein“, kann Anatoli Tissen der Situation wie gewohnt auch etwas Positives abgewinnen.

Für die VfLer geht es nun in die Winterpause, ehe sie am 16. Januar 2016 beim TSC Münster-Gievenbeck wieder um Punkte antreten.

 Für den VfL spielten: Stephan Massmann, Patrick und Mark Truschkowski, Anatoli Tissen, Steffen Dirks, Jens Bösmann, Yannick Hamker, Matthias Engel, Henrik Kollweier, Leon Sienkamp, Piotr Smolinski, Damian Jonczynski