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Die Freifrau bittet zum Herbstfest Zwei Tage „Schlussakkord des Gartenjahres“

Von Kerstin Balks | 10.09.2011, 04:00 Uhr

Man kennt das: Ein Fest steht ins Haus, Gäste werden erwartet, die Aufregung wächst. Schließlich soll sich jeder wohlfühlen. „Gute Vorbereitung ist alles“, weiß Viktoria von dem Bussche, die nun wirklich Erfahrung in der Ausrichtung von Festen, ja von Festivals hat und an diesem Wochenende zum inzwischen zwölften „Ländlichen Herbstfest“ einlädt.

Die Beete im Schlossgarten sind geputzt, längst steht das Programm, und die Freifrau kann sehr entspannt sein. „Das Einzige, was mich in Nervosität versetzt, ist das Wetter“, sagt sie mit beschwörendem Blick gen Himmel und ergänzt: „Wenn die Sonne scheint, entsteht ein besonderes Kraftfeld.“ Ein Kraftfeld für Mensch und Pflanze könnte man meinen, wenn man mit ihr durch den prächtigen Küchengarten wandert. Neben bekannten Sorten aus Omas Gemüsegarten gedeiht hier viel Spezielles, darunter lila Rosenkohl, roter Grünkohl oder aber auch der toskanische Palmkohl mit seinen bizarren langen Blättern.

Viktoria von dem Bussche steckt seit Jahren mit ihrer Begeisterung für Pflanzen an, aber der Küchengarten scheint ihr besonders ans Herz gewachsen zu sein – nicht nur jetzt zum Höhepunkt der Erntezeit, sondern auch schon bei Aussaat und Pflege. Der sorgsame Umgang mit Pflanzen und Früchten ist für sie „beglückender Ausdruck der Wertschätzung für die Natur“. Eine Natur, die durch Gartenbau und Kochkunst eine Veredelung erfahre, sinniert die passionierte Gärtnerin.

Klar, dass bei so viel Liebe zu Obst und Gemüse der Küchengarten, ja der Erntesegen überhaupt im Mittelpunkt des „Ländlichen Herbstfestes“ stehen, zu dem Schloss Ippenburg heute und am Sonntag, 10. und 11. September, jeweils von 11 bis 19 Uhr seine Pforten öffnet. „Als Schlussakkord des Gartenjahres und als Neuanfang“, so die Freifrau, die schon wieder Pläne für die kommende Saison schmiedet. Hobbygärtner können es ihr gleichtun: Beim „Ländlichen Herbstfest“ finden sie Inspirationen und die ganze Fülle an Pflanzen, Saatgut und vor allem an Blumenzwiebeln, die bald im Garten versteckt werden wollen.

Daneben die bewährte Ippenburger Mischung: rund 100 Aussteller mit den schönen Dingen, die man so gerne haben möchte. „Kein Ramsch, aber ein bisschen Nippes für die Seele muss schon sein“, lacht die Schlossherrin. Ein buntes Rahmenprogramm, bei dem gekocht und musiziert wird, man einer Floristin und einem Profi-Koch über die Schulter sehen darf und auch Kinder beim Kartoffelfeuer, beim Floßfahren oder mit den Shetlandponys ihren Spaß haben werden. Dazu der Wettbewerb um den dicksten Kürbis aus dem eigenen Garten, zu dem sich die Aspiranten per Mail unter v.bussche@ippenburg.de anmelden können. Kurzum: Das „Ländliche Herbstfest“ bietet noch einmal „Gartenlust und Landvergnügen“ in Fülle auf Schloss Ippenburg.