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CDU legt Konzept vor Bekommt das Bad Essener Freibad Wasserrutsche und Sprungtürme?

Von PM. | 03.12.2015, 16:48 Uhr

Die CDU-Fraktion im Gemeinderat Bad Essen will die Sanierung des Solefreibads so umgesetzt wissen, dass eine attraktive Wasserlandschaft mit mehreren Becken und Attraktionen entsteht.

Das Konzept der CDU sieht einer Mitteilung zufolge ein klassisches Schwimmbecken, ein davon abgetrenntes Nichtschwimmerbecken mit Wassersprudlern und Massagedüsen, ein Kleinkindbecken sowie ein Sprungbecken vor. In dem Sprungbecken soll es ein Ein-Meter-Brett und einen Drei-Meter-Turm sowie als besonderes Highlight eine sogenannte Boulderwand zum Klettern über Wasser geben. Eine Familienrutsche soll ein Spaß für Jung und Alt werden.

Attraktiveres Freibad

Die CDU spricht sich für die Sanierung des fast 60 Jahre alten Freibads nach diesem Konzept aus. Ziel sei es, das Bad attraktiv für die Bürger der Gemeinde und Besucher von außerhalb zu gestalten, dabei aber die finanzielle Belastung der Steuerzahler so gering wie möglich zu halten. „Das ist ein nicht einfacher Spagat“, wird Frank Hünefeld, Fraktionsvorsitzender im Rat, in der Mitteilung zitiert. (Weiterlesen: Das Sole-Freibad Bad Essen soll saniert werden.) 

Aus sämtlichen, im Rahmen der bundesweiten Ausschreibung vorgelegten Planungsentwürfen hätten sich die jeweiligen Fachleute für eine in der Summe kleinere Wasserfläche ausgesprochen. Große Wasserflächen führen laut CDU zu einem hohen Energieverbrauch, zu höheren Sanierungskosten und zu deutlich mehr Aufwand in der laufenden Unterhaltung. Nach übereinstimmender Ansicht aller Fachleute sei eine Verkleinerung der Gesamtwasserfläche eine Voraussetzung, um die Folgekosten für Wasseraufbereitung, Wartung- und Instandhaltung sowie den energetischen Aufwand auf Dauer finanzieren zu können. Zusätzlich belaste ein hoher Energieverbrauch das Klima.

Folgen für Sportschwimmer

Nicht aus dem Blick verlieren, wolle die CDU die Früh- und Sportschwimmer, denn diese Gruppen nutzen bisher das große Schwimmbecken fast täglich. Insbesondere bei den sportlichen Schwimmern werde die von allen Planern vorgeschlagene Verkleinerung des Schwimmbeckens auf vier 25-Meter-Bahnen vermutlich keine Freude auslösen, befürchtet die Partei. Allerdings sei es den Besuchern auch kaum zu vermitteln, wenn die Eintrittspreise überproportional steigen müssten, um einen zusätzlichen Aufwand für 50-Meter-Bahnen finanzieren zu können. Selbst eine fünfte Bahn würde einmalig rund 100.000 Euro höhere Investitionskosten verursachen und laufend höhere Energiekosten. Auch mit vier 25-Meter-Bahnen seien Schwimmwettbewerbe möglich, und die Sportler könnten dort weiterhin ihr qualifiziertes Training abhalten. (Weiterlesen: Das Bürgerforum diskutiert über die Neugestaltung.) 

„Wichtig ist es uns, sowohl Sportlern als auch Freizeitschwimmern, Familien, jungen und alten Menschen gerecht zu werden“, sagt Maria Höckmann, Vorsitzende des zuständigen Kinder- und Jugendausschusses, und ergänzt: „Wir beauftragen daher die Verwaltung, zu prüfen, ob eine exklusive Nutzung von Teilen oder im Einzelfall zeitweise des ganzen Wettkampfbeckens zu Trainingszeiten möglich ist. Wir möchten den Sportlern auch weiterhin die Möglichkeit geben, optimal trainieren zu können und Wettkämpfe abzuhalten.“