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Baupläne verzögert Diakonieverein Bad Essen weist schwarze Null vor

Von Karin Kemper | 28.12.2016, 16:03 Uhr

Die Weichen sind gestellt. Wann die Umsetzung des Projektes „Seniorenwohnen“ beginnt, steht noch nicht fest. In der Versammlung des Diakonievereins Bad Essen sagte Vorsitzende Elfriede Siemens „Wir hätten gern den Beschluss, das Vorhaben vorantreiben zu dürfen.“ Das Votum erfolgte einstimmig.

In der Mitgliederversammlung in der Kapelle des Altenpflegeheims Simeon und Hanna ging es gleichermaßen darum, Bilanz zu ziehen und für die Zukunft zu planen. Beides gehört zusammen. So weist der Jahresabschluss 2015 für Altenheim, Betreutes Wohnen und Tagespflege einen Überschuss von 112.000 Euro aus. Alle drei Bereiche fließen in die Bilanz des Diakonievereins ein. Vorsitzende Elfriede Siemens meinte: „Das ist eine schöne schwarze Null.“ Entscheidend für die Arbeit des Vereins sei, „vom Glauben her für Menschen da zu sein, die uns anvertraut sind im Geist der Liebe“. Das bilde die Grundlage der Vorstandsarbeit, so Siemens in ihrem Jahresbericht. Einzig der Bauausschuss habe sich häufiger getroffen, ansonsten sei alles relativ ruhig verlaufen. Die Planungen rund um den Bau der Seniorenwohnungen auf der Fläche zwischen Tennisplatz und Altenzentrum hätten sich verzögert.

Tagespflege eröffnet

Im Hinblick auf die Sozialstation hieß es: „Die Arbeit läuft dort sehr erfolgreich – dank der Menschen des Teams, das dort tätig ist.“ Erwähnung fand, dass die Caritas nachträglich Gesellschafter geworden ist. Im Mai 2016 wurde die Tagespflege mit einem Dutzend Plätzen eröffnet. Siemens: „Die Belegung ist gut. Die alten Menschen gehen gern dorthin. Man hört nur Positives aus dem Ort.“ Das Fazit lautete: „Die drei Einrichtungen des Diakonievereins arbeiten Hand in Hand – und sind konkurrenzfähig.“

Über die vielfältigen Arbeiten im Altenzentrum informierte Pflegedienstleiter Reiner Junghans, stellvertretend für Heimleiter Martin Reutepöhler, der durch einen Unfall außer Gefecht gesetzt worden ist. Zwei Stichworte waren die Ausrüstung der Zimmer des Altenheims mit (verkabelten) Rauchmeldern und die Schulung vieler Mitarbeiter und Führungskräfte rund um die „Pflegegrade“, die ab 2017 die Pflegestufen ablösen. Abschließend sagte Junghans: „Dank gilt den Ehrenamtlichen unter Leitung von Angelika Haasis.“ Beifall der Versammelten folgte diesen Worten.

Neuer Personalschlüssel

Im Hinblick auf den Wirtschaftsplan 2017 sagte Unternehmensberater Udo Hoffeld: „Die Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade ist schwer zu greifen.“ Der Gesetzgeber habe angekündigt, dass ab 2020 ein neuer Personalschlüssel greifen solle. Hoffeld: „Wie die Zeit dazwischen zu überstehen ist, hat er aber nicht gesagt.“

Unter dem Tagesordnungspunkt „Bericht zum Neubau nördlich des Pflegeheims“ stellte Generalunternehmer Helmut Schnitker den derzeitigen Planungsstand vor. Demnach sollen auf einer Fläche von rund 3500 Quadratmetern, die der Diakonieverein von der Gemeinde Bad Essen erworben hat, 20 Wohnungen und 2 Wohngruppen mit den dazugehörigen Gemeinschaftsräumen entstehen. Vor dem ersten Spatenstich, das betonte die Vorsitzende, müssen die Finanzierung (einschließlich KfW-Krediten und Fördermöglichkeiten) geklärt sein und die Baugenehmigung vorliegen.