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Arbeiten beginnen bald In Bad Essen tut sich was: Abriss und Neubau am kleinen Kreisel

Von Rainer Westendorf | 06.07.2022, 13:24 Uhr

Bad Essen verändert sein Gesicht. Am kleinen Kreisel im Bereich Lindenstraße/Lerchenstraße werden gleich zwei neue Gebäude errichtet. Die Pläne liegen bereits vor.

Doch vor dem Neubau des Wohn- und Geschäftshauses kommt der Abriss. „Nächsten Montag wird der Bauzaun aufgestellt“, berichtet Jutta Harmeyer, Rentmeisterin (Geschäftsführerin) des von dem Bussche-Hünnefeld´schen Stammlegats. Die private Stiftung setzt das Projekt um. Und sie ist Eigentümerin des Geschäftshauses, in dem bis zum Frühjahr die Bad-Apotheke ihren Sitz hatte. Das Stammlegat hatte die Immobilie 2019 erworben.

Was vorher an der Lindenstraße 69 war

Dieses Gebäude, in dem in den Jahren zuvor auch ein Edeka-Aktiv-Markt, ein Sportgeschäft und ein Friseursalon untergebracht waren, wird verschwinden. Der Abriss startet voraussichtlich am kommenden Dienstag, 12. Juli. Außen sei davon zunächst noch nicht viel zu erkennen, erläutert Jutta Harmeyer. Die Arbeiten beginnt im Gebäudeinneren. Danach folgt der eigentliche Abriss.

Straße und Gehwege: Wird es Sperrrungen geben?

Abriss und Bau des neuen Gebäudes könne nach Auskunft von Harmeyer ohne Sperrungen der Linden- und der Lerchenstraße realisiert werden. Während der Neubauphase ist der Gehweg nicht zu nutzen. Die Sperrung werde aber erst nach dem Historischen Markt Ende August vorgenommen. Das ist nach Auskunft der Rentmeisterin mit der Gemeindeverwaltung abgesprochen.

Das Neubauprojekt auf dem Grundstück am Kreisverkehr startet mit der Errichtung einer Stützwand im hinteren Teil des Grundstücks Nähe der benachbarten VGH. Das sei erforderlich, weil zum neuen Gebäudekomplex auch eine Tiefgarage gehöre.

So soll das neue Wohn- und Geschäftshaus aussehen

Entstehen sollen sechs barrierefreie und zwei rollstuhlgerechte Wohneinheiten mit 80 bis 100 Quadratmetern Wohnfläche mit Fahrstuhl sowie zwei bis drei Ladengeschäfte im unteren Bereich mit 110 bis 160 Quadratmetern Nutzfläche.

Neben der Tiefgarage sind auch E-Ladestationen für Autos, Fahrräder und Rollstühle vorgesehen. Die Planungen hat das Architekturbüro Nordhoff aus Bohmte erstellt.

Im Sommer 2024 soll das Wohn- und Geschäftshaus fertig gestellt sein und die ersten Mieter könnten einziehen. Eigentumseinheiten sind nicht beabsichtigt.

Eine große Infotafel weist seit Wochenbeginn auf das Bauvorhaben im Ort hin und vermittelt einen Eindruck von der künftigen Gestaltung des Grundstücks. „Ich hoffe, dass es in zwei Jahren dann genauso aussieht wie auf dem Schild abgebildet“, sagt Jutta Harmeyer.

Weitere Baustelle an der Lerchenstraße

Ein weiteres Großprojekt, das auf der anderen Seite der Lerchenstraße geplant ist, ist der Bau des neuen Pfarrheims der katholischen Kirchengemeinde Bad Essen. Das Gebäude soll auf der freien Fläche zur Lerchenstraße hin an die Marienkapelle angebaut werden.

Das Gemeindehaus soll mit der vorhandenen Bebauung verschmelzen, wobei die Kirche aber klar im Blick- und Mittelpunkt bleibe, so Architekt Axel Mutert, der die Pläne auf einer Gemeindeversammlung im Juni vorstellte.

Ein Grundstück wird verkauft

Um den Neubau zu finanzieren, will die Kirchengemeinde auch ein Grundstück an der Lerchenstraße verkaufen. Derzeit laufen Gespräche mit potenziellen Investoren. Was genau dort errichtet werden soll, steht noch nicht fest.

Die Gesamtentwicklung des Bereichs an der Lerchenstraße muss aber stimmig sein, so das Ziel. Die Bad Essener Politik ist bei den Planungen mit im Boot, außerdem der Landkreis Osnabrück. Und es gibt einen Arbeitskreis, der sich mit der weiteren Entwicklung befasst. 

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