Familienferienstätte am Essenerberg Haus Sonnenwinkel feiert 10-jähriges Bestehen

Von Andre Pottebaum


Essenerberg. Mit einem Festakt hat die Familienferienstätte Haus Sonnenwinkel ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. Gäste aus Politik und Gesellschaft würdigten die Einrichtung als wichtige Anlaufstelle für Jugendliche, Kinder und Familien.

Als im Oktober 2006 das Müttergenesungsheim Haus Sonnenwinkel den Betrieb einstellte und 28 Angestellte ihren Arbeitsplatz verloren, herrschte Ratlosigkeit und Tristesse auf dem Essenerberg. Nach der Schließung von Hallenbad, Kurmittelhaus und Charlottenburg-Klinik bedeutete die Schließung der gemeinnützigen Einrichtung einen weiteren Tiefschlag für den Tourismusstandort Bad Essen.

Neun Monate später, im Juli 2007, kehrte die Sonne zurück, nachdem der Verein Kinderhaus Bad Essen das ehemalige Heim übernahm und eine Familienferienstätte ins Leben rief. Seitdem kümmern sich die Mitarbeiter der Einrichtung um die Förderung des Miteinanders innerhalb der Familien, bieten Workshops und Fortbildungen an oder werden zur Anlaufstelle für Urlaube und Ausflüge. (Lesen Sie auch: Haus Sonnenwinkel aus Bad Essen mit Zertifikat)

Gäste aus Politik und Gesellschaft

Zum 10-jährigen Bestehen der Einrichtung freute sich Geschäftsführer Tim Ellmer, der damals wie heute hauptverantwortlich ist, über zahlreiche Gäste beim Festakt auf dem Essenerberg. Ellmer erinnerte an die Ursprünge der Familienferienstätte und würdigte insbesondere das Engagement der Mitarbeiter. „Ihr bringt die tägliche Arbeit an die Menschen. Ohne euch wäre das alles nicht möglich.“

Auch prominente Gäste aus Politik und Gesellschaft würdigten die Einrichtung als wichtigen Bestandteil der Gemeinde. Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer bezeichnete das Haus Sonnenwinkel als „sehr gute Ergänzung im Gesamtkonzept der familien- und kindergerechten Gemeinde Bad Essen.“ Andre Berghegger (CDU), Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Melle, lobte die „bunte Vielfalt der Arbeit“ und hob die Familienferienstätte als „tolle und renommierte Einrichtung“ hervor. (Lesen Sie auch: Interkulturelle Begegnung im Haus Sonnenwinkel)

Niedersächsische Sozialministerin zu Gast

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt, die schon vor zehn Jahren als Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen die Eröffnung begleitete, freute sich über ihre Rückkehr an den Essenerberg. „Ich bin gerne gekommen, da ich eine langjährige Verbindung mit dem Haus Sonnenwinkel pflege“, so die Ministerin, die das „passgenaue Angebot“ und die besondere Bedeutung der Familienbildungsstätte lobte.

Einrichtungen wie das Haus Sonnenwinkel seien in der heutigen Zeit gefragter denn je, so die 64-Jährige. Erodierende Rollen-Klischees, neue Formen des Zusammenlebens sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf würden immer komplexere Herausforderungen für Familien darstellen. „Es wird auch in Zukunft eine Tätigkeit sein, die dringend gebraucht wird“, sagte Rundt mit Blick auf die Arbeit der Familienförderung.

Ansichtskarten von 1930

Im Anschluss an den Festakt präsentierten sich die Fachbereiche der Einrichtung mit Stellwänden und Infomaterial den Gästen. Gezeigt wurden außerdem Ansichtskarten aus den 30er- bis 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts, die die Anfänge im Haus Sonnenwinkel dokumentieren. (Lesen Sie auch: Dreharbeiten auf dem Bad Essener Berg)