Sanierung der Terrasse nötig Junge Lintorfer leisten bereitwillig Schwerstarbeit


Lintorf. „Niemand hat damit gerechnet, dass das so eine Maloche wird“, meinte Annette Pannenborg, Vorsitzende des Fördervereins Lintorf. Es galt, die Terrasse der Dorfplatzhütte zu sanieren.

Wasser, das bei Regengüssen von der abschüssigen Fläche eins ums andere Mal über die Terrasse lief, hatte dafür gesorgt, dass die Pfosten, die die Überdachung tragen, regelrecht weggegammelt waren. Zwischenzeitliche Reparaturmaßnahmen konnten nicht dauerhaft Abhilfe schaffen.

Das ist jetzt anders. Junge Männer um die 20, Nachwuchs von Mitgliedern des Verschönerungsvereins Lintorf, nahmen die Sache in die Hand. Sie waren von der Vorsitzenden des Fördervereins, der den Dorfplatz betreut, angesprochen worden – und hatten zugesagt. So wurden die Arbeiten, die längst geplant und besprochen waren, ausgeführt werden. Schon beim Osterfeuer hatte es geheißen: „Wir müssen das unbedingt machen.“

Spitzhacke im Einsatz

Jetzt sollte die Terrasse sicher vor möglichen Fluten sein. Ein Drainagerohr in einem Kiesbett ist nun ebenso vorhanden wie eine Bruchsteinmauer, die das Wasser ableiten hilft. Was nach einer gewöhnlichen Baumaßnahme klingt, erwies sich als ziemliche Schinderei. Die nötige Tiefe für das Rohr ließ sich nämlich nur mit dem Einsatz der Spitzhacke erreichen. Und Bruchsteine haben bekanntlich ein ziemliches Gewicht.

Und es gibt noch eine weitere Sicherung. Die Pfosten haben jetzt keinen direkten Bodenkontakt mehr, sondern stecken in Metallhülsen. Annette Pannenborg sagt: „Das ist wirklich super gelaufen.“ Für die Zukunft ist ins Auge gefasst, projektbezogene Arbeiten durchzuführen. Und es gilt: „Der Verein hat sich vorgenommen, nicht immer die gleichen Leute zu fragen.“

Es gibt noch Wünsche

Die Dorfplatzhütte gehört je zur Hälfte dem Verschönerungsverein und dem Förderverein Lintorf. Prinzipiell funktioniert die Nutzung durch Einzelpersonen und angemeldete Gruppen gut. Die Spielgeräte dort stehen seit rund elf Jahren. Erneuerungen waren noch nicht in größerem Umfang erforderlich. Im Vorjahr wurden eine Wippe und ein Kletternetz angeschafft. Die Vorsitzende sagt: „Unser größter Wunsch ist ein Karussell, das auch mit dem Rollstuhl genutzt werden kann.“ Sie fügt hinzu: „Aber das ist teuer.“

Die jungen Männer, die selbstverständlich gut verpflegt wurden, leisteten ganze Arbeit. Die restlichen Bruchsteine wurden ganz selbstverständlich weggeräumt, und der Bachlauf zum Pumpbottich wurde in einem Abwaschen mit Beton und Steinen befestigt. Und es wurde nicht gestöhnt, sondern es hieß: „Das macht uns richtig Spaß.“


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